Testergebnis

Textilsiegel können Auskunft über nachhaltige Mode geben

Das "Global Organic Textile"-Siegel (GOTS) hat strenge ökologische und soziale Kriterien entsprechend der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Foto: Global Standard gGmbH
+
Das "Global Organic Textile"-Siegel (GOTS) hat strenge ökologische und soziale Kriterien entsprechend der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Foto: Global Standard gGmbH

Die Stiftung Warentest hat Textilsiegel geprüft, die Kunden über Umweltschutz und gerechte Arbeitsbedingungen aufklären sollen. Das Ergebnis ist durchwachsen.

Berlin (dpa/tmn) - Nachhaltigkeit statt Fast Fashion: Viele Verbraucher wünschen sich Mode, die unter fairen Arbeitsbedingungen und aus ökologisch angebauter Baumwolle hergestellt wurde.

Dutzende Siegel versprechen, über die Herkunft von Kleidung zu informieren - doch nicht alle taugen etwas, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 7/2019).

Am meisten überzeugte die Experten das Siegel "Global Organic Textile" (GOTS). Auf Anfrage der Stiftung Warentest konnte die gemeinnützige Gesellschaft hinter dem Siegel Herkunftszertifikate zu allen drei Test-T-Shirts schicken. Jedes sei zurückverfolgbar bis zur Baumwollfarm gewesen, heißt es. Bei Kleidung mit dem GOTS-Siegel kommt nur Bio-Baumwolle zum Einsatz, die Verarbeitungsbetriebe müssen soziale Mindeststandards für die Mitarbeiter gewähren.

Auch C&A verwendet bei Bio-Baumwolle das GOTS-Siegel. Käufer finden auf manchen Kleidungsstücken der Kette das Etikett "#wear the change", wohinter sich wiederum verschiedene Siegel verbergen können - GOTS ist nur eines von mehreren. Auf Nachfrage von Stiftung Warentest habe C&A zu jedem T-Shirt die Herkunft nennen können.

Beim Siegel Cotton made in Africa (CmiA) bekommen Verbraucher Baumwolle aus Afrika, die zum Beispiel nicht genverändert ist. Außerdem werden Farmer geschult. Nicht jedes einzelne T-Shirt konnte die Stiftung Warentest hier zurückverfolgen, denn die Initiative arbeitet nach der sogenannten Massenbilanzierung: Wenn ein Modehersteller Teile aus CmiA-Baumwolle bestellt, ordert die Spinnerei die Menge beim Händler - in der Zwischenzeit kann sie aber auch andere Baumwolle nehmen. Die Bilanz muss jedoch stimmen.

Stiftung Warentest zu Textilsiegeln

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Diese Menschen verbreiten das Coronavirus: Studie findet jetzt eine verhängnisvolle Verbindung - „Superspreader“

Nur wenige Menschen sollen einen japanischen Professor zufolge das Coronavirus verbreiten. Sie zu isolieren, würde die Pandemie eindämmen, so seine Einschätzung.
Diese Menschen verbreiten das Coronavirus: Studie findet jetzt eine verhängnisvolle Verbindung - „Superspreader“

Großer Rückruf: Kaufland warnt vor Brotaufstrich - es drohen innere Verletzungen

Der Supermarkt-Riese Kaufland hat ein beliebtes Aufstrich-Produkt zurückgerufen. Bei einem Verzehr kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen. 
Großer Rückruf: Kaufland warnt vor Brotaufstrich - es drohen innere Verletzungen

Pokimane: Twitcher-Streamerin schockt Fan mit gewaltigen Personalkosten

Pokimane ist die erfolgsreiche Streamerin auf Twitch. Dabei verdient Sie gut, jedoch hat Sie auch gewaltige Personalkosten.
Pokimane: Twitcher-Streamerin schockt Fan mit gewaltigen Personalkosten

„Pitch Perfect“-Star Rebel Wilson kaum wiederzuerkennen - Hat Adele etwas mit der krassen Verwandlung zu tun?

Ihre Fans haben die beiden kurvigen Blondinen stets gefeiert, doch nachdem Adele neuerdings erschlankt ist, sieht auch Rebel Wilson plötzlich ganz anders aus.
„Pitch Perfect“-Star Rebel Wilson kaum wiederzuerkennen - Hat Adele etwas mit der krassen Verwandlung zu tun?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.