So geht's!

Das eigene Pferd richtig versichern

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Ein Pferdebesitzer sollte stets eine Versicherung für sein Tier haben. Foto: Daniel Bockwoldt

Zusammenprall, Flucht, Zerstören der Ernte: Ein Pferd kann so einige Zwischenfälle auslösen. Daher ist es sinnvoll, eine Versicherung für das Tier abzuschließen. Doch was gilt es dabei zu beachten?

Berlin (dpa/tmn) - Geht ein Pferd durch und verursacht einen Unfall, muss der Halter in der Regel alle Kosten zahlen. Dagegen kann er sich versichern. "Jeder Pferdehalter sollte dringend eine Haftpflichtversicherung für sein Pferd haben", sagt daher Michael Nischalke von der Stiftung Warentest.

Einen Grundschutz für das eigene Tier gibt es für um die 100 Euro im Jahr. "Vor allem im Straßenverkehr kann ein panisches Pferd Sach- und Personenschäden in Millionenhöhe verursachen", sagt Nischalke. Die Tierhalterhaftpflicht sollte daher eine ausreichende Deckungssumme umfassen. Die Stiftung Warentest empfiehlt 5 Millionen Euro. Auch wenn das Pferd auf ein Feld ausbüchst, kann es die Ernte eines Bauern ruinieren. Flurschäden sollten also versichert sein.

Grundsätzlich gilt: Die Verantwortung trägt der Halter. Es kommt nicht darauf an, wer auf dem Pferd sitzt, oder ob ein anderer das Tier beaufsichtigt. Damit die Versicherung aber auch bei anderen Reitern greift, muss der Pferdebesitzer darauf achten, dass fremde Reiter mitversichert sind. Das gilt besonders für Reitbeteiligungen, bei denen sich mehrere Personen regelmäßig ein Pferd teilen, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Selbst wenn ein Hengst eine Stute besteigt, kann das ein Fall für die Versicherung sein, erklärt der GDV. Ist der Halter nicht gegen Deckschäden abgesichert, muss er im Zweifel für die medizinische Versorgung der Stute und des Fohlens aufkommen. Besitzer einer Stute hingegen sollten eine Tierhalterhaftpflicht abschließen, bei der Fohlen in den ersten sechs Monaten nach der Geburt mitversichert sind, rät Nischalke.

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