Hersteller informiert

Biontech-Impfstoff gegen Corona: Welche Nebenwirkungen bei der Impfung drohen

Im Kampf gegen Corona wurde der Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Diese Nebenwirkungen können laut dem Hersteller bei der Impfung auftreten.

  • Die Europäische Kommission hat den Impfstoff der Firma Biontech zugelassen und empfohlen.
  • Seit Sonntag (27.12.2020) wird in Deutschland gegen Corona* geimpft.
  • Der Hersteller Biontech klärt jetzt über mögliche Nebenwirkungen auf.

Kassel - Seit dem 27. Dezember wird in ganz Deutschland mit dem zugelassenen Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech gegen das Coronavirus geimpft. Immer mehr Menschen fragen sich derweil, ob und welche möglichen Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung auftreten können - der Hersteller klärt nun auf.

Name:Biontech SE
Sitz:Mainz
Gründung:2008
CEO:Uğur Şahin

Zweimal innerhalb von drei Wochen soll der Corona-Impfstoff verabreicht werden und die Wirkung sei bereits 28 Tage nach der ersten Dosis nachweisbar. In der Regel dauert eine Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs jedoch mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte - um das sich rasant ausbreitende Corona-Virus weltweit in den Griff zu bekommen, wurde das Vakzin der Firma Biontech aber bereits jetzt schon zugelassen.

Corona-Impfstoff: Schnelle Zulassung des Vakzins verunsichert Menschen

Da diese rasche Zulassung bei einigen Menschen Zweifel aufwirft, informiert der Hersteller nun über mögliche Nebenwirkungen, die bereits im Zuge einer Impfstudie deutlich wurden.

Wie auch echo24.de berichtet, haben die Teilnehmer der Studie laut Angaben von Biontech den Corona-Impfstoff gut vertragen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet, konnten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen* festgestellt werden - nur in wenigen Fällen traten vorübergehende Begleiterscheinungen dritten Grades auf.

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde schnell zugelassen, um die Corona-Pandemie effektiv zu bekämpfen. (Symbolbild)

Corona-Impfstoff der Firma Biontech: Diese Nebenwirkungen können eintreten

Demnach verspürten 3,8 Prozent der Probanden Erschöpfung und Müdigkeit, zwei Prozent bekamen Kopfschmerzen. Des Weiteren konnte erkannt werden, dass vor allem bei älteren Probanden weniger Nebenwirkungen auftraten, die zudem auch schwächer ausgeprägt waren.

Wie welt.de berichtet, klagten manche der Testpersonen außerdem über Fieber, Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- sowie Gliederschmerzen. Jedoch traten diese Begleitsymptome eher schwach bis mäßig auf und klangen bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Menschen mit Allergien wird allerdings geraten, sich umfassend vor der Impfung zu informieren*, um potenzielle allergische Reaktionen abzuklären.

Kampf gegen Corona: Biontech-Impfstoff auch nach Zulassung weiter unter Beobachtung

Doch können auch Langzeit-Nebenwirkungen auftreten? Auf diese Frage kann bisher noch keine eindeutige Antwort gegeben werden, da diese in der kurzen Zeit nicht erforscht werden konnten.

Um langfristige Begleiterscheinungen ausschließen zu können, müsste der Impfstoff über mehrere Jahre hinweg getestet werden - da das Coronavirus aber hochansteckend ist und sich außerdem sehr schnell ausbreitet, waren deshalb ausgiebige Tests noch nicht möglich.

Das Vakzin soll aber auch nach der Zulassung weiter beobachtet werden, um möglichst schnell über potenzielle Unverträglichkeiten aufklären zu können. (Alina Schröder) *hna.de und echo24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Pool

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