Fragwürdige Methoden

Mit Globuli gegen Coronavirus?  Verbraucherzentrale warnt vor absurden Heilmethoden: doppelte Gefahr

Für das Coronavirus gibt es derzeit noch kein Heilmittel. Manche behaupten das Gegenteil. Die Verbraucherzentrale warnt jetzt vor unseriösen Heilmethoden.

  • Bisher gibt es noch keine Heilmethode des CoVid-19 Virus
  • Allerdings gibt es Menschen die das Gegenteil behaupten
  • Die Verbraucherzentrale warnt vorfalschen Versprechungen
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und dieCorona-News aus Deutschland*. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte*. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen

München - Experten sind sich einig: Es wird noch eine Weile dauern bis es einen Impfstoff für das Coronavirus* geben wird. Es gibt aber bereits solche, die behaupten es gäbe bereits wirksame Heilmethoden oder auch andere Mittel gegen das Virus. 

Als wäre es gerade nicht genug der Belastungsprobe für alle Menschen, nutzen manche Hersteller die Not auch noch aus. Deshalb warnt die Verbraucherzentrale nun vor falschen Versprechungen und angeblichen Heilmethoden für das Coronavirus. Denn das könnte gefährlich werden - vor allem für den Konsumenten. Besonders homöopathische Mittel führen viele Verbraucher in die Irre

Coronavirus: Homöopathische Globuli - ein falsches Versprechen

Zurzeit macht vor allem eine Methode von sich die Rede: Einhomöopathisches Globuli. Durch die Einnahme des Globuli könne man sich angeblich vor einer Infektion schützen. Werbung für das Produkt gelangte über einen regionalen Brandenburger E-Mail Verteiler bei den Bürgern. 

Der Werbetext zum Produkt gibt sogar Aufschluss darüber wie es angeblich wirken soll: Bei Einnahme der Globuli werde dem Organismus des Körpers die Botschaft der Corona-Erkrankung in hoch-potenzierter Form mitgeteilt. Sodann entwickle er Antikörper gegen das Virus. Der Text geht sogar noch weiter ins Detail.

Coronavirus: Warnung vor angeblichen Heilmethoden

Denn wenn es tatsächlich zum Kontakt mit dem Corona-Erreger komme, dann trage man schon Antikörper in sich - dann sei die Ansteckungsgefahr gering. Völliger Quatsch sagt Anett Reinke von der Verbraucherzentrale. Noch mehr: Es sei eine doppelte Gefahr. Denn „Werbung die so etwas suggeriert, führt in die Irre.“ 

Und die zweite Gefahr gilt den behandelnden Heilpraktikern oder Homöopathen. Die Behandlung des Virus durch Homöopathie verstoße sogar gegen das Infektionsschutzgesetz. Im Paragraf 24 des Gesetzes steht, dass die Behandlung von übertragbaren Krankheiten nur Ärzten gestattet sei. Geld- und Freiheitsstrafen drohen bei Verstößen. 

Coronavirus: Falsche Versprechungen kennen keine Grenzen

Weitaus absurder ist ein weiterer Fall. Wie welt.de berichtet, warb eine Heilpraktikerin mit dem „Schauen auf eine Scheibe mit Kreisen“. Dies solle angeblich die „Virusinformation aus den Zellen“ entfernen. 

Die Verbraucherzentrale weist zusätzlich darauf hin, dass auch Nahrungsergänzungsmittel nicht verhindern sich mit dem Virus anzustecken. Schließlich seien diese auch nur Lebensmittel. 

mak

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks. 

Rubriklistenbild: © dpa / Ralf Hirschberger

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