Diese Fristen sind wichtig

Achtung, Autofahrer: Millionen Führerscheine in Deutschland bald ungültig - Das müssen Sie jetzt tun

Ein älterer Führerschein hat bisher noch kein Ablaufdatum. Das wird sich ab dem Jahr 2022 ändern. Nicht nur Autofahrer sind betroffen. Das müssen Sie wissen.

  • Ab 2022 haben ältere Führerscheine in Deutschland ein Ablaufdatum.
  • Durch einen abgelaufenen Führerschein erlischt allerdings nicht die Fahrerlaubnis.
  • Es gibt mehrere Ausnahmen für den Führerschein-Umtausch.

Kassel - Ob Auto, Motorrad oder LKW: Für die meisten Fahrzeuge braucht man in Deutschland einen Führerschein. Unter der Ziffer 4b findet sich bereits jetzt auf vielen Führerscheinen ein Ablaufdatum. Bisher waren alte Führerscheine allerdings davon ausgenommen.

Bisher haben dieses Ablaufdatum lediglich Führerscheine, die nach 2013 ausgestellt wurden. Doch aufgrund einer EU-Verordnung sind bald auch Führerscheine die vor 2013 ausgestellt worden, nur noch 15 Jahre gültig. Ab dem Jahr 2022 müssen diese gestaffelt umgetauscht werden. Wann Sie Ihren Führerschein neu beantragen müssen erfahren Sie hier.

Neues Gesetz ab 2022: Auto- und Motorrad-Führerschein mit einem Ablaufdatum

Mit dem Ablaufdatum endet lediglich die Gültigkeit des Dokumentes. Die Fahrerlaubnis bleibt weiterhin bestehen. Betroffen von der Neuregelung sind alle Führerscheindokumente die vor dem Stichtag 19.01.2013 ausgestellt wurden. Bekannt ist die Änderung seit dem Jahr 2016.

In Deutschland wurde die Anordnung zum Führerscheinumtausch am 18.03.2019 im Bundesgesetzblatt in Kraft gesetzt. Betroffen sind nicht nur Auto-Führerscheine, sondern die Führerscheine aller Klassen.

Führerscheinklassen im Überblick:
AM, A1, A2, A:Zwei rädrige Fahrzeuge ( Roller, Moped, Motorrad begrenzt, Motorrad)
B:Autoführerschein bis 3,5 Tonnen
C1, C: LKW-Klassen
D1, D: Bus-Klassen
X+E:Die jeweilige Klasse mit Anhänger (Außer bei A-Klassen)
L und T:Traktoren-Klassen

Deutschland: 43 Millionen Auto- und Motorrad-Führerscheine von der Umtausch-Aktion betroffen

In Deutschland sind ganze 43 Millionen Menschen von dem Führerschein-Umtausch betroffen. Um einer Überlastung der Ämter vorzubeugen, haben sich sowohl Länder als auch der Bund darauf verständigt, Führerscheine zeitlich gestaffelt umzutauschen.

Doch nicht alle Führerscheine werden gleich behandelt. Bei einigen kommt es auf das Ausstellungsdatum an, bei anderen auf das Geburtsdatum des Besitzers. So wird unterschieden:

Ausstellung vor/an dem 31. Dezember 1998Hier wird nach dem Geburtsjahr gestaffelt
Ausstellung nach/an dem 01. Januar 1999Hier wird nach dem Ausstellungsjahr gestaffelt

Führerschein-Umtausch in Deutschland: Diese Ausnahmen gelten 2022

Wer vor dem Jahr 1953 geboren wurde und im Besitz eines Führerscheins ist, hat erstmal keine Pflicht diesen umzutauschen. Der Ausschuss begründet es damit, dass unklar sei, ob die Führerscheinbesitzer im Jahr 2033 überhaupt noch Gebrauch von diesem machen werden. Ab dann ist der umgetauschte Führerschein für alle Pflicht.

Wer zwischen den Jahren 1953 und 1958 geboren wurde, muss seinen Schein bereits bis zum 19. Januar 2022 umgetauscht haben. Wer den Schein zwischen 2012 und 2013 erworben hat, muss den Führerschein erst bis 2033 umgetauscht haben.

Führerscheine sind in Deutschland ab 2022 nur noch begrenzt gültig und müssen getauscht werden - das sind die Fristen. (Symbolbild)

Stichtage für den Führerschein-Umtausch: Ausstelldatum bis 31. Dezember 1998

Jahr der Geburt des Besitzers Bis zu diesem Datum muss der Führerschein umgetauscht sein:
vor 195319.01.2033
1953 - 195819.01.2022
1959 - 1964 19.01.2023
1965 - 197019.01.2024
1971 oder später19.01.2025

Stichtage für den Führerschein-Umtausch: Ausstelldatum nach dem 1. Januar 1999

AusstellungsjahrBis zu diesem Datum muss der Führerschein umgetauscht sein:
1999 - 200119.01.2026
2002 - 200419.01.2027
2005 - 200719.01.2028
200819.01.2029
200919.01.2030
201019.01.2031
201119.01.2032
2012 - 18.01.201319.01.2033

Führerschein bis 2022 umtauschen: Biometrisches Bild

Wer seinen Führerschein umtauschen möchte, braucht neben einem Termin im Führerscheinamt seiner Stadt auch verschiedene Dokumente.

  • Den alten Führerschein.
  • Gültiger Personalausweis, Reisepass oder ausländischer Pass; bei Vorlage des Reisepasses oder des ausländischen Passes, zusätzlich eine aktuelle Meldebescheinigung die nicht älter als 6 Monate alt sein darf. 
  • Ein aktuelles biometrisches Lichtbild (Größe 45x35 Millimeter, Hochformat, Frontalaufnahme).
  • Gegebenenfalls eine Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde - bei Umzug erforderlich.

Noch ist bis zum Zwangswechsel des Führerscheins noch etwas Zeit, man sollte den Termin jedoch nicht vergessen. (Lucas Maier) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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