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Nach 9-Euro-Ticket: Erster Verkehrsverbund bietet 0-Euro-Ticket an

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Hannover: GVH plant 0-Euro-Ticket (Symbolfoto).
Hannover: GVH plant 0-Euro-Ticket (Symbolfoto). © Julian Stratenschulte/dpa

Das 9-Euro-Ticket erfreut sich großer Beliebtheit. Nun plant der erste Verkehrsverbund das sogenannte 0-Euro-Ticket.

Hannover - Seit Juni können Reisende in Deutschland das 9-Euro-Ticket nutzen. Seit längerer Zeit diskutieren Politikerinnen und Politiker über ein mögliches Folgeangebot für Verbraucherinnen und Verbraucher. Unter anderem ist das 1-Euro-Ticket im Gespräch. Nun will der erste Verkehrsverbund ein Ticket für null Euro anbieten.

Der Verkehrsverbund Großraum-Verkehr Hannover (GVH) plant ab Januar ein kostenloses Ticket. Passagiere sollen umsonst Bus und Bahn fahren können, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Die GVH wolle sein Angebot in Hannover mit einem Jobticket 100 erweitern.

Hannover: Beim 0-Euro-Ticket trägt Arbeitgeber die Teilkosten

Beim Jobticket - dem sogenannten 0-Euro-Ticket - trage der Arbeitgeber des Passagiers einen monatlichen Zuschuss zwischen 45 und 60 Prozent. Die restlichen Kosten übernehmen die Verkehrsbetriebe GVH. Der Arbeitnehmer müsse also keinen Cent für seinen Monatsfahrschein bezahlen.

In den niedrigeren Ticketstufen (Jobticket 5, Jobticket 25 und Jobticket 50) müssten die Reisenden selbst Kosten tragen. Allerdings bekämen sie einen prozentualen Rabatt. Beispielsweise hätten Käuferinnen und Käufer des Jobtickets 50 einen Preisvorteil von 50 Prozent, weil der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernehme.

0-Euro-Ticket in Hannover: GVH will Transparenz schaffen

Mit dem 0-Euro-Ticket wolle der Verkehrsverbund das Tarifsystem beim Jobticket vereinfachen und die Angebote transparenter machen, sagte ein GVH-Sprecher der HAZ. Bundesweit bieten die Verkehrsverbünde eine Vielzahl von unterschiedlichen vergünstigten Fahrkarten für Arbeitnehmer an, die wegen der Fahrt zur Arbeit auf Bus und Bahn angewiesen sind. Das 0-Euro-Ticket in Hannover wäre bundesweit das erste Angebot, bei dem Kunden in einem Jobticket-Angebot nichts zu den monatlichen Kosten beitragen müssen.

Seit der Einführung des 9-Euro-Tickets hat in vielen Regionen Deutschlands die Debatte um günstigere Preise im Öffentlichen Nahverkehr zugenommen. Mehrere Verkehrsverbunde haben seitdem angekündigt, an billigeren Tickets zu arbeiten. (Jan Wendt)

Das 9-Euro-Ticket gilt seit Freitag (8. Juli) auch in IC-Zügen in Bremen und Niedersachsen.

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