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Kaufland: Kunden machen sich bei typischem Fehler im Supermarkt strafbar

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Von: Jessica Jung

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In Geschäften sollten sich Verbraucher an Regeln halten. Doch dazu müssen Kunden sie kennen.

Deutschland – Viele Kunden machen sich beim Lebensmittel-Einkauf strafbar, ohne es zu wissen. Denn in Supermärkten und Discountern gelten Regeln, die offenbar nicht jeder kennt. Doch es ist Vorsicht geboten, denn manche Fehler können zu einem Hausverbot oder sogar einer Anzeige führen, wie RUHR24* berichtet.

UnternehmenKaufland
Gründung1968
SitzNeckarsulm, Deutschland

Kaufland: Kunden machen sich bei typischem Fehler im Supermarkt strafbar

Ab 2022 gelten neue Regeln im Supermarkt*, doch einige Menschen kennen nicht mal die alten. Manche Kunden kommen deshalb hin und wieder auf die Idee, Produkte im Geschäft zu probieren. In der Obstabteilung werden dann beispielsweise Weintrauben auf den Prüfstand genommen. Auch Kinder sieht man manchmal genüsslich in ein Schokoladen-Croissant beißen, während die Mutter in Ruhe ihre Einkaufsliste abarbeitet.

Solange die verzehrten Lebensmittel im Anschluss an der Kasse bezahlt werden, sollte es ja kein Problem sein – denken zumindest viele Verbraucher. Doch dem ist nicht so. Kunden machen sich genau genommen mit ihrer Probier-Aktion strafbar. Denn solange kein Kaufvertrag an der Kasse abgeschlossen wurde – also die Ware bezahlt wurde – gehören die Lebensmittel laut der Verbraucherzentrale dem Unternehmen.

Das soll laut echo24.de auch eine Mitarbeiterin von Kaufland bestätigt haben. Aus rechtlicher Sicht dürfen die Artikel im Geschäft daher nicht probiert werden. Viele Supermärkte und Discounter* sehen das aber nicht so eng, und drücken gerne mal ein Auge zu.

Kaufland: Wie Supermarkt-Kunden die Strafen ganz einfach umgehen können

Bevor es allerdings zum Hausverboten oder einer Anzeige kommt, können Kunden vorher einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin um Erlaubnis fragen. Ab und zu bieten die Unternehmen auch von selbst Proben an, so auch Kaufland. Kunden können dann neue Produkte oder Sonderaktionen probieren.

In diesem Fall stehen dann unter anderem Probierteller mit Käse oder Wurst an den Frischetheken bereit. Aktuell müssen Kunden auf das Snacken im Supermarkt allerdings verzichten. Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Unternehmen die Verkostung vorerst eingestellt (mehr Service*-News bei RUHR24).

Die Sonderaktionen können Verbraucher allerdings nach wie vor den Prospekten entnehmen. Im Geschäft sollten Kunden dies jedoch nicht machen, denn auch das wird nur ungern gesehen. Einige Leute kommen dann nämlich auf die Idee, die Werbung wieder zurückzulegen, da sie im Anschluss nicht mehr gebraucht wird.

Damit jeder Kunde eine originale und ungelesene Zeitschrift bekommt, soll die Zeitung nach Angaben von Kaufland erst zu Hause gelesen werden. Strafbar machen sich Verbraucher allerdings nicht, wenn sie sich nicht dem Wunsch anpassen.

Kaufland: Wann Verpackungen öffnen und Artikel auspacken für Kunden illegal ist

Doch nicht nur Zeitungen und Verkostungen können Kunden zum Verhängnis werden. Einige Menschen packen hin und wieder Produkte beim Einkaufen aus. Meist geschieht dies, um zu schauen, ob der Zustand der Ware in Ordnung ist, oder sich Mängel daran befinden. Andere potenzielle Käufer möchten sich den Artikel auch schlicht und einfach mal ansehen.

Großaufnahme von einem gläsernden Haupteingang von Kaufland in der Dämmerung.
Aufgrund eines typischen Fehlers machen sich Kunde strafbar. © Imago

Ob das Verhalten legal ist, wissen vermutlich aber nur die Wenigsten. Zum Testen oder Nachprüfen, ob ein Produkt vollständig ist, darf die Verpackung tatsächlich geöffnet werden. Das gilt allerdings nur unter einer Bedingung: Die Verpackung darf dabei nicht beschädigt werden, damit sie danach noch normal verkauft werden kann. Ansonsten muss der Kunde den Schaden selbst ersetzen.

Beim Einkaufen kann also einiges schiefgehen. Sogar beim Parken können Kunden einiges falsch machen, wie echo24.de* weiß. *RUHR24 und echo24.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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