Rückruf

Krebsrisiko: Pharmaunternehmen ruft Brust-Implantate weltweit zurück

Wegen Krebsrisiko ruft ein Hersteller weltweit seine Brust-Implantate zurück.
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Wegen Krebsrisiko ruft ein Hersteller weltweit seine Brust-Implantate zurück.

Ein irisches Pharmaunternehmen hat verschiedene Brust-Implantate weltweit zurückgerufen. Es besteht ein Krebsrisiko.

Washington - Das Pharmaunternehmen Allergan hat wegen eines möglichen Krebsrisikos bestimmte Brustimplantate weltweit zurückgerufen. Diese Vorsichtsmaßnahme wurde empfohlen, nachdem rund 500 Fälle einer seltenen Krebserkrankung mit den Implantaten des Herstellers in Verbindung gebracht wurden, wie die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) am Mittwoch (Ortszeit) erklärte.

„Ein Rückruf ist angebracht, um die Gesundheit von Frauen zu schützen“, erklärte die FDA. Frauen, die keine Beschwerden haben, wird jedoch nicht empfohlen, ihre Implantate entfernen zu lassen. Erste Anzeichen einer Erkrankung könnten der FDA zufolge Schwellungen oder Schmerzen im Bereich des Implantats sein.

Rückruf: Brustimplantate können Krebs erregen

Der Rückruf bezieht sich auf alle Brustimplantate aus der Biocell-Reihe des Herstellers. „Die Gesundheit der Patienten hat für Allergan Priorität", erklärte das in Irland ansässige Unternehmen. Die glatten Allergan-Brustimplantate aus den Reihen Natrelle smooth und Microcell sind demnach nicht von dem Rückruf betroffen. Allergan ist an der Börse in New York notiert.

Einer Analyse der FDA zufolge hatten von den rund 600 Patienten, die an dem seltenen Lymphom BIA-ALCL leiden, knapp 500 Frauen Brustimplantate der Firma Allergan. Bislang habe es 33 Todesfälle in Folge der Krebserkrankung gegeben, so die FDA.

Der erste bekannte Fall eines ALCL in Zusammenhang mit einem Brustimplantat aus Silikon wurde 1997 dokumentiert. Einer Studie aus dem Jahr 2015 zufolge ist eine Patientin von bis zu drei Millionen Frauen mit Brustimplantaten betroffen. Es handelt sich jedoch nur um Schätzungen.

In Deutschland wird zudem gerade Hackfleisch eines Discounters zurückgerufen. Dabei besteht Verletzungsgefahr.

dpa

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