Knappes Platzangebot in Städten

Lidl führt 60-Minuten-Regel ein - Kunden drohen empfindliche Strafen

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Lidl-Kunden sollten am besten eine Parkscheibe verwenden.

Verbraucher wissen zu schätzen, dass man auf dem Gelände von Discounter Lidl meist problemlos parken kann. Doch das ist vorbei: In Zukunft sollten Kunden unbedingt die Zeit im Auge behalten.

München - Die Kunden der großen Discounter in Deutschland wissen die Parkmöglichkeiten bei Lidl oder Aldi zu schätzen. Auf dem großen Gelände findet man problemlos einen Parkplatz. Das sorglose Parken ändert sich nun allerdings. Nun müssen die Kunden auf die Uhr schauen, nach einer Stunde wird es teuer. 

Parken bei Lidl kann jetzt teuer werden

Der Discounter Lidl hat eine Vielzahl der Parkplätze an externe Dienstleister verpachtet, das berichtet das Magazin Chip. Diese Dienstleister sollen Autofahrer bestrafen, die länger als notwendig auf den Parkplätzen stehen. Das sind für Lidl 60 Minuten. 

Wer sich nicht an diese Zeitangabe hält, muss nun bezahlen. Die Kosten sind je nach Stadt und Lage unterschiedlich. Zwischen 10 und 30 Euro kostet es laut Chip. Steht das Auto den ganzen Tag auf dem Parkplatz, wird es abgeschleppt. Mittlerweile seien bereits 70 Prozent der Parkplätze verpachtet. 

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Lidl macht Geld mit Langzeitparkern

Das Geschäft lohnt sich: Neben der Pachtgebühr verdient der Discounter auch prozentual an den Einnahmen der Langzeitparker. Allerdings steht Lidl nicht allein da. Auch Aldi verpachtet seine Parkplätze an externe Partner. Der Grund dafür: Immer mehr Autofahrer nutzen die Parkplätze, um sich die Parkkosten in der Stadt zu sparen. 

Video: Dauerparker bei Lidl werden zur Kasse gebeten

Ein Aldi-Insider berichtet dem Magazin: „In einer Münchner Filiale im Osten der Stadt taten sich Kunden 2014 schwer, Parkplätze zu finden, obwohl der Laden nur mäßig besucht war. In der nahen Nachbarschaft lagen allerdings viele Büroräume, Einkaufsläden und Arztpraxen. Als Aldi die ersten Knöllchen verteilte, fanden Kunden immer einen Parkplatz.“

Konkurrent Aldi plant nun eine weitere Revolution. So will man dort in Sachen E-Commerce ordentlich Gas geben.

Weder Aldi noch Lidl, sondern eine andere große Supermarktkette steht aktuell vor dem Aus. Betroffen sind 277 Filialen in Deutschland.

Lidl: Parkdauer ist ausreichend

Lidl erklärt: „Erfahrungsgemäß benötigen unsere Kunden deutlich weniger als eine Stunde, sodass die kostenlose Parkdauer ausreichend Zeit zum Einkaufen bietet." Kunden müssen die Parkscheibe richtig einstellen und auslegen. 

Mehr Zeit im Laden gibt es für Kunden seit diesem Sommer. Der Discounter erweiterte seine Öffnungszeiten. 

Über Facebook hat sich eine Frau über Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co beschwert. Sie findet, dass sie zu wenig für den Umweltschutz unternehmen. Auch dieser Mann ist überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Rewe eine untergeordnete Rolle spielt.

Unter Zeitdruck stehen die Kunden auch bei Aldi - hier vor allem an der Kasse.

Edeka setzt indes ein neues Konzept ein: Es werden die ersten eigenen Bio-Supermärkte eröffnet. 

In München hat sich jemand einen Parkplatz auf höchst abenteuerliche Weise reserviert - das entsprechende Foto dürfte viele Menschen begeistern.

In der Vorweihnachtszeit werden Gummibärchen und andere Süßwaren wie Schokolade teurer. Die Preissteigerung hat ihren Ursprung in Afrika.

Wie gesund sind die Produkte, die im Einkaufswagen landen? Verbraucher achten immer mehr auf ihre Ernährung. Dem tragen auch Lidl und Aldi mit einer baldigen Neuerung Rechnung.

Alles nur geklaut? Lidl lässt sich von Cartoon-Promi „inspirieren“

In Garmisch-Partenkirchen ist aktuell außerdem eine Kundin empört, die in einem Einkaufszentrum einkaufte. Sie erhält einen Bußgeld-Bescheid - wegen sechs Minuten (Merkur.de*).

erb

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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