Fatale Unternehmens-Praktiken

„Schlimmstes Unternehmen der Welt“ - beliefert auch Discounter in Deutschland

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Ein Supermarkt in einem Einkaufswagen (Symbolfoto).

Immer wieder kommen verheerende Praktiken von Unternehmen ans Licht. Die Organisation „Mighty Earth“ hat nun eines davon zum „Schlimmsten Unternehmen der Welt“ gekürt. Auch Deutsche Discounter werden von ihm beliefert. 

  • Mighty Earth ist eine globale Kampagnen-Organisation
  • Sie hat einen Argarriesen aus Amerika zum „schlimmste Unternehmen der Welt“ gekürt
  • Doch an den Praktiken scheint sich nichts zu ändern

München - Es sind brisante Nachrichten, die die Kampagnen-Organisation Mighty Earth über den Großkonzern Cargill veröffentlicht hat. Mighty Earth kürte Cargill zum „Schlimmsten Unternehmen der Welt“ und veröffentlichte einen 56-seitigen Bericht über die Vergehen des Konzerns. 

Cargill dürfte den wenigsten Verbrauchern direkt bekannt sein. Denn das Unternehmen agiert vor allem im Hintergrund. Es beliefert selbst beliebte deutsche Supermärkte und Schnellrestaurants.

Cargill wird zum „Schlimmsten Unternehmen der Welt“ gekührt

„Cargill sticht heraus“, schreibt der Vorsitzende der Organisation und früheres Kongressmitglied Henry Waxman, der nach eigener Aussage bereits viele Unternehmen mit negativen Einflüssen gesehen hat, in dem Bericht. Die Organisation Mighty Earth recherchiert bereits seit Jahren über Unternehmen, die Menschenrechte missachten, Regenwälder roden und die Umwelt verschmutzen.

Der Bericht zum „Schlimmsten Unternehmen der Welt“ ist nun eine Auflistung der zahlreichen Fehltritte von Cargill. Eine Sammlung aus eigenen Recherchen, öffentlichen Verfahren gegen Cargill und Erkenntnissen von Behörden und anderen Organisationen, berichtet der Spiegel.

Ein Zeitstrahl der Fehltritte von Cargill

56 Seiten ist der Bericht lang. In einem Zeitstrahl hat Mighty Earth die Fehltritte des Unternehmens von 2000 bis 2018 zusammengefasst. Kontaminiertes Fleisch und verseuchtes Wasser, Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, Abholzung und Wasserverschmutzung. Die Liste an Vergehen, die Cargill vorgeworfen werden, ist lang.

So soll das Unternehmen laut dem Bericht für zahlreiche bakterielle Infektionen verantwortlich sein. Mehrmals soll verseuchtes Fleisch für E.coli-Infektionen oder Salmonellen-Erkrankungen gesorgt haben. Zahlreiche Menschen erkrankten. Darüber hinaus stehen Umweltverschmutzungen durch verunreinigtes Wasser oder die unerlaubte Entsorgung von Müll auf der Liste. Und auch Kinderarbeit und Sklaverei fanden wohl nicht nur in einem Land statt, schreibt der Bericht.

Video: Mighty Earth untersucht auch Folgen des Fleischkonsums in Europa

Cargill beliefert zahlreiche deutsche Unternehmen

Doch auch wenn Cargill kaum jemandem ein Begriff sein dürfte, so betreffen die Vorgehensweisen in dem Unternehmen doch auch deutsche Verbraucher. Denn wie der Spiegel darstellt, kommen unter anderem die Chicken McNuggets bei McDonald‘s, die sich selbst um Umweltschutz bemühen, von Cargill. Supermärkte und Schnellrestaurants erhalten Lebensmittelzusatzstoffe, Kakao, Schokolade, Getreide oder Futtermittel von dem US-Agrarkonzern. Es scheint kaum einen Bereich der Lebensmittelherstellung zu geben, in dem Cargill nicht tätig ist.

Cargill: Eine Besserung scheint nicht in Sicht

Die Praktiken scheinen sich nicht zu ändern. Denn anders als andere Organisationen, arbeitet Mighty Earth eng mit den Konzernen zusammen, berichtet chip.de. So erhielt Cargill bereits vor einem Jahr, im Januar 2019, eine Version des Berichts vorgelegt. Die Intention dahinter: Cargill sollte seine Praktiken selbst hinterfragen und ändern. 

Wie der Bericht offen legt, reagierte Cargill sofort mit der Versicherung sich darum zu kümmern. Taten folgten dieser Ankündigung jedoch wohl nicht. Dabei wären andere Methoden durchaus denkbar. Wie Waxman, Vorsitzender der Organisation, berichtet, bauen auch andere Unternehmen Futtermittel in großen Mengen an, ohne „das gleiche Maß an Umwelt- und Wasserverschmutzung.“ Es wird sich zeigen, ob der Druck des Berichtes wirkt. Doch Hoffnung besteht. Wie der Spiegel berichtet, hat es bei anderen großen Konzernen bereits funktioniert.

Starbucks beispielsweise kümmert sich bereits seit einiger Zeit um Maßnahmen zum Umweltschutz.

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In einer Edeka-Filiale entschieden sich die Metzger dazu, Shirts mit einem lustigen Spruch zu tragen. Was sie nicht wussten: Der Schriftzug basiert auf einem Hitler-Zitat.

chd

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