Listeriose-Fund in Baden-Württemberg

Neuer Ekel-Wurst-Skandal? Ministerium „in höchster Alarmbereitschaft“

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Ein Laborarbeiter unterscuht Gammelfleisch (Symbolfoto).

Schon wieder wird das Vertrauen der Verbraucher in die deutsche Fleischindustrie auf die Probe gestellt: Es bahnt sich ein neuer Bakterien-Skandal an. Diesmal in Baden-Württemberg.

München - Gerade erst wurde die deutsche Fleischindustrie vom Skandal um die tödlichen Bakterien in Wilke-Wurst erschüttert. Nun bahnt sich ein neuer Eklat an: Angeblich gibt es einen neuen Listeriose-Ausbruch in Deutschland. Genauer gesagt in Baden-Württemberg, wo ein fleischverarbeitender Betrieb unter dringendem Verdacht steht, und das dortige Verbraucherschutzministerium in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt hat. Das berichtet die Bild (Artikel hinter Bezahlschranke).

„Der zuständige Verbraucherminister Peter Hauck hat umgehend eine intensive Ermittlungstätigkeit der Lebensmittelüberwachung veranlasst“, sagte Behörden-Sprecherin Isabel Kling der „Bild am Sonntag“.

Im Januar bereits Bakterien im Betrieb festgestellt

Im Januar erst waren in dem betroffenen Betrieb in einer Produktionsanlage die gefährlichen Bakterien des Typs Pi 4 festgestellt worden. Der Listerienstamm wurde außerdem vor zwei Jahren im Rahmen einer amtlichen Routinekontrolle in einem Lebensmittel festgestellt.

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, haben sich insgesamt 15 Personen aus sieben Bundesländern mit dem Listerienstamm des genannten Typs infiziert. Vier Neu-Erkrankungen seien dem RKI in den vergangenen drei Monaten gemeldet worden.

„Zwei Patienten sind nach Angaben der zuständigen Gesundheitsämter als direkt oder indirekt an der Listeriose verstorben“, erklärte Sprecherin Susanne Glasmacher. Es war bisher nicht möglich, den genauen Verursacher festzustellen.

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Verbraucherschutzministerium: „Umfrangreiche Untersuchungen veranlasst“

Verbraucherschutzministeriums-Sprecherin Kling versucht zu beschwichtigen: „Nach dem genannten Nachweis im Januar 2019 in einer Produktionsanlage wurden umgehend umfangreiche Untersuchungen veranlasst, um das in jedem Betrieb vorhandene Risiko einer Kontamination der hergestellten Wurstwaren mit Listerien, so weit als möglich auszuschließen.“

Kling weiter: „Sämtliche Produktionschargen müssen mittels umfassender Untersuchungen negativ auf Listerien getestet werden, bevor diese den Betrieb verlassen.“

Vor Kurzem hat der Hersteller „Fleisch-Krone Feinkost GmbH“ wegen einer möglichen Verunreinigung durch Listerien Frikadellen von Rewe und Norma zurückgerufen.

Die Ermittlungen im Lebensmittel-Skandal bei der Firma Wilke gehen weiter. Jetzt hat das Robert-Koch-Institut eine Liste übergeben.

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