Vorsicht

Käse-Rückruf: Gefährliche Bakterien entdeckt - für eineige Menschen kann der Verzehr sogar tödlich sein

Achtung, Rückruf! In einer Schweizer Käserei wurden Listerien nachgewiesen. Welche Gefahren von den Bakterien ausgehen, zeigte 2019 der Lebensmittelskandal im Fall Wilke.

  • In einer Schweizer Käserei wurden Listerien nachgewiesen.
  • Deshalb werden nun mehrere Produkte zurückgerufen*.
  • Die Bakterien können mitunter tödlich enden.

Steinerberg - Die Käserei Vogel AG hat im Rahmen von internen Kontrollen Bakterien im Käse sowie der Produktionsstätte nachgewiesen. Die Produkte des Schweizer Unternehmens gelangten laut des europäischen Schnellwarnsystems RASFF neben der Schweiz auch nach Deutschland. Außerdem könnten sie in Belgien in Umlauf gekommen sein.

Vom Konsum der Produkte wird dringend abgeraten*. Bei den nachgewiesenen Bakterien handelt es sich nämlich um Listerien (serotype 4B, ST6). Die stäbchenförmigen Bakterien, die auch in französischem Käse gefunden wurden, könnten mitunter tödlich enden.

Käse-Rückruf: Verzehr könnte für bestimmte Risikogruppen sogar tödlich enden

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erklärt zum Infektionsrisiko, dass die Infektion bei gesunden Erwachsenen „einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall“ nehme. 

Bei bestimmten Risikogruppen könne sie jedoch auch tödlich enden. Dazu zählen dem LGL zufolge ältere und immungeschwächte Personen sowie Säuglinge. Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV zählt zudem auch Schwangere zur Risikogruppe. Während der Schwangerschaft könne eine Listerien-Infektion zu einer Fehlgeburt führen oder das Kind könne mit einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung geboren werden.

Käse-Rückruf nach möglichem Listerien-Befall: Diese Produkten sind betroffen

Insgesamt könnten mehrere Produkte vom Bakterienbefall* betroffen sein. Hierbei ist wichtig, dass es sich dabei um Käse mit der Betriebsnummer CH-5707 handelt. Diese ist auf der Verpackung nachgewiesen. Konkret könnten folgende Produkte betroffen sein.

Achtung, Rückruf! In einer Schweizer Käserei wurden Listerien nachgewiesen (Symbolbild).

Bärlauch-Rahmkäse, Bio Knoblauch-Rahmkäse, Bio Pfeffer-Rahmkäse, Bio Schafbergkäse, Bio Schafbrie, Bio Schafmutschli, Bio Ziegenkäse, Bio Brie, Brie de-luxe/Brie Bloc, Brie Tomate, Brie Carré, Chnobli Chäs, Denner Bergkäse aus der Innerschweiz, Grottenkäse, Pfeffer-Rahmkäse «Don Pepe», Rauch-Chäsli, Steinerberger Bio Bergkäse, Steinerberger Mutschli, Steinerberger viertelfett, Tell Geisskäse, Ur-Schwyzer Bergkäse (Swiss Knife Valley), Urschwyzer halbfett, Urschwyzer Kräuterkäse, Wildspitz-Bergkäse, Wildspitzkäse Bio Rahm, Ziegenfrischkäse, Ziegenkäse A.X.V., Migros Deutschschweiz (außer Migros Genossenschaften Wallis und Aare), Bio Schafkäse (Offenverkauf), Käseplättli mild, Steinerberger halbfett, Steinerberger viertelfett (Offenverkauf) und Zuger Wildspitzkäse.

Käse-Rückruf: Bei Verzehr der aufgelisteten Produkte muss man zwingend Arzt aufsuchen

Sollten Sie eines der aufgelisteten Produkte mit der entsprechenden Betriebsnummer konsumiert haben, ist der Hausarzt aufzusuchen - vor allem, wenn sie zur geschilderten Risikogruppe gehören. 

Dass die Gefahr von Listerien keineswegs zu unterschätzen ist, wurde 2019 auch in Deutschland klar. Der Lebensmittel-Skandal um Wilke-Wurst forderte wohl mehrere Tote. Zuvor waren wiederholt Listerien in Produkten nachgewiesen worden. 

Ein Lidl-Produkt muss zurückgerufen werden, weil es innere Verletzungen verursachen kann.

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Bei Aldi wurde ein Rückruf gestartet, weil in Obst eine Belastung mit Chemikalien festgestellt wurde.

*Merkur.de und hna.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Fredrik von Erichsen

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