Messenger

WhatsApp will beliebte Funktion in Deutschland deaktivieren

WhatsApp hat angekündigt, zukünftig in Deutschland eine beliebte Messenger-Funktion zu deaktivieren. Hintergrund könnte ein Patentstreit mit Blackberry sein.

  • Im Dezember 2019 hat das Münchner Landgericht WhatsApp, Instagram und Facebook-Messenger für rechtswidrig erklärt.
  • Der Hintergrund sind Verstöße gegen Patentrechte von Blackberry.
  • WhatsApp hat nun angekündigt, eine beliebte Funktion in Deutschland zu deaktivieren.

München - Das zu Facebook gehörende Unternehmen WhatsApp hat angekündigt, dass eine beliebte Funktion des Messengers künftig in Deutschland nicht mehr verfügbar sein wird. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Chats zu exportieren. Mit der Funktion kann man Chats zwischen einzelnen Nutzern oder Gruppen mit Dritten teilen. Im Dezember 2019 hat WhatsApp auf der anderen Seite eine neue Funktion vorgestellt, die jedoch Probleme birgt.

WhatsApp, Instagram und Facebook-Messenger in Deutschland rechtswidrig

Bislang hatte man damit die Möglichkeit, bis zu 40.000 Nachrichten oder 10.000 Nachrichten inklusive Fotos und Videos zu exportieren. Von nun an soll nur noch die Option bleiben, ein Backup des Chatverlaufs anzulegen und diesen anschließend zu teilen.

WhatsApp-Nutzer mit einem iPhone können ab der WhatsApp-Version 2.19.124 für iOS nicht mehr auf die Option zugreifen. Der Grund dafür hängt anscheinend mit einem Rechtsstreit vom Dezember 2019 zusammen. Die kanadische Firma Blackberry hatte damals vor dem Landgericht München einen Patentstreit gegen Facebook gewonnen, in dem es unter anderem um den Umgang mit gespeicherten Nachrichten ging. Somit würde der Messenger WhatsApp gegen Patente verstoßen und wäre in Deutschland rechtswidrig.

Facebook will Blackberry-Patente in Deutschland anfechten

Um das zu vermeiden, hat ein Sprecher von Facebook erklärt, dass bereits neue Versionen der betroffenen Apps programmiert wurden, in denen diese Funktionen nicht mehr verwendet würden. Auch Instagram und der Facebook-Messenger seien davon betroffen. "Durch die Urteile ist faktisch das Anbieten und Liefern der vorgenannten Anwendungen in der BRD zur Benutzung in der BRD verboten, soweit sie die klagegegenständlichen Patente nutzen", wie eine Sprecherin des Gerichts erklärte. Noch ist das Urteil des Münchner Landgerichts jedoch nicht rechtskräftig.

Facebook hatte nach dem Rechtsstreit angekündigt, die Gültigkeit der betroffenen Patente vor dem Bundespatentgericht anzufechten. Ob Facebook aus eigener Initiative die Option des Chatexports entfernt hat oder Blackberry bei der Justizkasse einen Geldbetrag hinterlegt hat, um Facebook unter Druck zu setzen, ist nicht bekannt, wie golem.de berichtet.

tf

Rubriklistenbild: © AFP / ARUN SANKAR

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