Abgase, Steuer, Beleuchtung

Was sich für Autofahrer und Radler 2018 ändert

Dicke Luft: Die Abgasreinigung wird bei der Abgasuntersuchung ab 2018 mit der sogenannten Endrohrmessung ermittelt.
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Dicke Luft: Die Abgasreinigung wird bei der Abgasuntersuchung ab 2018 mit der sogenannten Endrohrmessung ermittelt.
Ab 1.1. 2018 hergestellte Winter- und Ganzjahresreifen müssen das "Alpine-Symbol" (links) tragen. Bis zu diesem Datum hergestellte, die allein das "M+S"-Symbol dürfen aber noch bis 30. September 2024 als Winterreifen genutzt werden.
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Ab 1.1. 2018 hergestellte Winter- und Ganzjahresreifen müssen das "Alpine-Symbol" (links) tragen. Bis zu diesem Datum hergestellte, die allein das "M+S"-Symbol dürfen aber noch bis 30. September 2024 als Winterreifen genutzt werden.
Pflicht für Neuwagen ab dem 1. April 2018: das elektronische Notrufsystem eCall.
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Pflicht für Neuwagen ab dem 1. April 2018: das elektronische Notrufsystem eCall.
Seit Dezember 2017 lassen sich Fahrräder auch im ICE mitnehmen.
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Seit Dezember 2017 lassen sich Fahrräder auch im ICE mitnehmen.
Bereits seit Sommer 2017 sind Blinker an Fahrrädern erlaubt, an denen man Handzeichen schwer erkennen kann. Zum Beispiel an Transport- oder Liegerädern.
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Bereits seit Sommer 2017 sind Blinker an Fahrrädern erlaubt, an denen man Handzeichen schwer erkennen kann. Zum Beispiel an Transport- oder Liegerädern.
Aufgepasst: Wer mit grüner Plakette fährt, muss 2018 im jeweils angezeigten Monat zur HU - der Fahrer dieses Autos allerdings erst im Oktober.
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Aufgepasst: Wer mit grüner Plakette fährt, muss 2018 im jeweils angezeigten Monat zur HU - der Fahrer dieses Autos allerdings erst im Oktober.

Das Jahr 2018 bringt für Auto- und Fahrradfahrer einige Änderungen mit sich, unter anderem bei der Abgasuntersuchung und den Winterreifen. Radler können nun auch im ICE ihr Zweirad mitnehmen, müssen sich aber bei der Beleuchtung auf Neuerungen einstellen.

Göttingen/Stuttgart - Der schlechten Luft geht es gleich zu Jahresbeginn an den Kragen. Denn einige Neuerungen für Autofahrer betreffen die Abgase.

Neuerung bei der Abgasuntersuchung

Ab dem 1. Januar 2018 reicht es bei der Abgasuntersuchung (AU) nicht mehr, sich allein auf die Onboard-Diagnose zu verlassen. Dann ist die sogenannte Endrohrmessung Plicht. "Bislang war es so, dass auf die Endrohrmessung verzichtet werden konnte, wenn beim Auslesen der Onboard-Diagnose kein Fehler festgestellt wurde", erläutert Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE).

"Durch die Endrohrmessung kann jetzt sicher erkannt werden, wenn die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktioniert." Eine Neuerung, die nicht zuletzt auch im Zuge der "Dieselgate"-Affäre von Volkswagen schneller den Weg in die Gesetzesbücher gefunden habe.

Kfz-Steuer könnte steigen

Ab dem 1. September wird zudem die Kfz-Steuer nach den im WLTP-Zyklus ermittelten Werten berechnet. "Das WLTP-Verfahren soll realitätsnähere Werte liefern als der bisherige NEFZ-Zyklus", sagt Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht. Denn während der bisher verwendete Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) nur einen 20-minütigen Test mit niedrigen Geschwindigkeiten vorsah, werden bei dem WLTP-Verfahren 30 Minuten lang vier verschiedene Geschwindigkeitsprofile getestet. "Für viele Neuwagen wird die Kfz-Steuer dadurch steigen."

Eine neue Schadstoffklasse wird zur Norm

Bei den Schadstoffklassen müssen ab 1. September alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Um die zu erreichen, müssen die Hersteller aufrüsten: "Denn den Rußpartikelgrenzwert werden viele der neuen Benziner mit Direkteinspritzung wohl nur mit einem Partikelfilter schaffen", schätzt Smetanin. Es gilt dann ein NOx-Grenzwert (Stickoxide) auf dem Prüfstand im WLTP-Zyklus von 60 mg pro Kilometer.

Wird bereits nach dem ab 1. September 2019 geltenden RDE-Verfahren (Real Drive Emission) gemessen, also im Realverkehr, liegt der Grenzwert bei 126 mg.

Winter- und Ganzjahresreifen

Eine neue Kennzeichnung bringt 2018 für Winter- und Ganzjahresreifen. "Diese Reifentypen müssen zukünftig mit dem neuen Alpine-Symbol gekennzeichnet sein, einer Schneeflocke vor einem Berg", erläutert Goldkamp. Bisher war es auch ausreichend, wenn entsprechende Reifen mit den Buchstaben M+S beschriftet waren. Hierzu gibt es nun eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024. Bis dahin dürfen alte Reifen weiter genutzt werden, solange sie intakt sind und ausreichend Profil haben. Wer neue nach dem Jahreswechsel hergestellte Reifen ohne die neue Kennzeichnung kauft und bei winterlichen Bedingungen fährt, muss mit Bußgeldern rechnen.

Elektronisches Notfrufsystem

Verpflichtend wird für alle Neuwagen ab dem 1. April 2018 der Einbau eines eCall-Systems. Das elektronisches Notrufsystem besteht aus einem GPS-Empfänger für die Standortdaten und einer Mobilfunkeinheit. "Bei einem Unfall übermittelt das System automatisch die Standortdaten an die Rettungsleitstelle, wodurch die Einsatzkräfte im Zweifelsfall schnell an den Unfallort gelangen", sagt Smetanin. Bei einem heftigen Aufprall wird der Notruf automatisch ausgelöst. Daneben kann er aber auch manuell durch einen Knopfdruck abgesetzt werden. Mit dem Auslösen des Notrufs wird auch eine Sprachverbindung zur Rettungsleitstelle hergestellt.

Fahrradstepplätze im ICE

Die Bahn hat das Fahrradjahr 2018 bereits zum Winterfahrplan im Dezember eingeläutet. Denn mit der Einführung der ICE-4-Züge gibt es erstmals überhaupt auch Fahrradstellplätze in einem ICE. "Das ist ein Novum, denn bisher war die Mitnahme normaler Fahrräder im Fernverkehr nur in Intercity-Zügen möglich", sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). "Wollte man ein Fahrrad im ICE mitnehmen, brauchte man ein Faltrad, welches übrigens kostenlos mitfährt." Mit acht Fahrradplätzen pro Zug sei das Angebot zwar noch recht überschaubar, aber immerhin ein Anfang.

Fahrradanhänger

Strengere Regeln gelten ab 2018 für neu gekaufte Fahrradanhänger, die breiter als 60 Zentimeter sind. "Sie benötigen künftig zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite und zwei rote Reflektoren der Kategorie "Z" an der Rückseite", sagt der Radexperte. Vorgeschrieben ist auch eine rote Rückleuchte, wenn der Anhänger die Hälfte des Fahrradrücklichts verdeckt. "Das trifft im Grunde auf alle Kinderanhänger zu." Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich auch an der vorderen linken Ecke eine Frontleuchte installiert werden.

Grüne HU-Plakette läuft 2018 ab

Aufpassen heißt es 2018 für Autofahrer mit grüner HU-Plakette. Sie müssen im angezeigten Monat zum Prüftermin. Wer diesen um mehr als zwei Monate überzieht, muss mit Bußgeldern ab 15 Euro rechnen, so der der ACE. Bei mehr als acht Monaten ist zudem ein Punkt fällig.

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