Teekultur

Auf eine Tasse Tee - Trends bei Tassen und Kannen

Wasserkessel und Teekanne in einem ist Cha, ein Entwurf des Designers Naoto Fukasawa für Alessi.
1 von 8
Wasserkessel und Teekanne in einem ist Cha, ein Entwurf des Designers Naoto Fukasawa für Alessi.
Die Modelle der Urbino Platin Edition der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin tragen moderne grafische Elemente.
2 von 8
Die Modelle der Urbino Platin Edition der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin tragen moderne grafische Elemente.
Die Tassen des Klassikers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin von 1789 haben ein neues Kleid: Kurland gibt es nun auch mit Rändern in Pastelltönen.
3 von 8
Die Tassen des Klassikers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin von 1789 haben ein neues Kleid: Kurland gibt es nun auch mit Rändern in Pastelltönen.
Die skandinavische Illustratorin Lina Ekstrand hat für das Dekor Wunderland von Dibbern florale Motive verwendet, die geradezu mädchenhaft wirken.
4 von 8
Die skandinavische Illustratorin Lina Ekstrand hat für das Dekor Wunderland von Dibbern florale Motive verwendet, die geradezu mädchenhaft wirken.
Das Designer-Duo Scholten & Baijings kombiniert in seiner Kollektion Tea With Georg hochglänzendes Edelstahl mit blauem Acryl.
5 von 8
Das Designer-Duo Scholten & Baijings kombiniert in seiner Kollektion Tea With Georg hochglänzendes Edelstahl mit blauem Acryl.
Im Tee-Service namens My China! Ca’ d’Oro der Marke Sieger by Fürstenberg sind Streifen, Quadrate und Kreise in coolem Schwarz-weiß die Hingucker, Poliergold setzt filigrane Akzente.
6 von 8
Im Tee-Service namens My China! Ca’ d’Oro der Marke Sieger by Fürstenberg sind Streifen, Quadrate und Kreise in coolem Schwarz-weiß die Hingucker, Poliergold setzt filigrane Akzente.
Designer Stefan Diez entwarf für die japanische Töpferei Kawazoe Seizan ein mehrteiliges Set aus Tassen, Schalen und zwei verschieden großen Teekannen.
7 von 8
Designer Stefan Diez entwarf für die japanische Töpferei Kawazoe Seizan ein mehrteiliges Set aus Tassen, Schalen und zwei verschieden großen Teekannen.
Zum Teegenuss gibt es inzwischen eine ganze Reihe lifestylige Produkte mit Designanspruch: Schmuckdesignerin Helena Rohner hat für das Label Georg Jensen etwa ein Tee-Ei entworfen.
8 von 8
Zum Teegenuss gibt es inzwischen eine ganze Reihe lifestylige Produkte mit Designanspruch: Schmuckdesignerin Helena Rohner hat für das Label Georg Jensen etwa ein Tee-Ei entworfen.

Das Teeservice galt lange als altbacken. Doch das Image hat sich gewandelt, Tee steht heute für Entschleunigung und Achtsamkeit. Und deshalb gibt es eine große Vielfalt an schön gestalteten Tassen und Kannen, mit denen sich die moderne tea time zelebrieren lässt.

Hamburg - Die Deutschen trinken im Schnitt rund 149 Liter Kaffee im Jahr - da liegt der Tee mit unter 30 Litern weit darunter. Weltweit aber ist Tee nach Wasser das am meisten konsumierte Getränk. Die Zahl der Konsumenten wächst auch hierzulande.

"Tee verkörpert das neue Lebensgefühl von Leichtigkeit gepaart mit bewusstem Genuss", findet Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes in Hamburg. "Und dieses Lebensgefühl will auch zu Hause zelebriert werden." Das Interesse spiegele sich in einer Vielzahl von neuen gastronomischen Konzepten, Tee-Verkostungen und Seminaren zu Tee wider.

Der Einfluss des japanischen Designs auf die Teewaren ist dabei größer geworden. So hat etwa Alessi den japanischen Designer Naoto Fukasawa für sich gewonnen - und seinen Teekessel Cha herausgebracht, inspiriert von der japanischen Teetradition. Cha ist Wasserkessel und Teekanne in einem. Dank eines Magnetbodens eignet sich der Kessel sogar für Induktionsherde. Der Griff ist so großzügig geschwungen, dass das Ausgießen leicht gelingt. Gleichzeitig verhindert er, dass die Hand der Herdplatte zu nahe kommt.

Das Duo Scholten & Baijings lässt in der Kollektion Tea With Georg formal die Welten aufeinandertreffen - den europäischen Nachmittagstee auf die japanische Teezeremonie. Dafür kombinieren die Designer glänzenden Edelstahl mit blauem Acryl. Und Francis Cayouette verbindet in der Kanne Theo nordische Traditionen mit fernöstlichen. Sie ist aus skandinavischem Steinzeug mit einem eher rustikalen schwarzbraunen Gusseisen-Finish. Referenz an die asiatische Teekultur sind der Deckel und der Griff aus Bambus.

Auch in Japan selbst wird altbewährtes Teedesign ein wenig verändert: Etwa im Rahmen des Projektes "2016/" der Präfektur Saga, in der die Stadt Arita liegt. Seit 1616 wird dort Porzellan hergestellt, die Stadt gilt als Ursprungsort der Porzellanherstellung in Japan. Um östliches Know-how mit westlicher Kreativität zu vereinen und um die Zukunft dieses Manufakturzweiges zu sichern, lud man internationale Designer zu dem Gestaltungsprojekt ein.

Designer Stefan Diez entwarf dabei für die Töpferei Kawazoe Seizan ein 26-teiliges Set aus Tassen, Schalen, Tellern und zwei verschieden großen Teekannen. "Arita-Porzellan ist ein zeitloses Material, aber die Produkte, die dort bislang hergestellt wurden, entsprachen nicht mehr dem Zeitgeist", sagt Diez. "Ich habe bei meinem Entwurf unter anderem den typischen japanischen Fuß weggelassen und die Henkel der Tassen beziehungsweise die Griffe der Kannen tropfenförmig gestaltet. Schon ist der Look viel zeitgemäßer."

Es geht aber nicht nur um asiatische Schlichtheit auf den aktuellen Tee-Tischen. Auch heimische Klassiker sind wieder gefragt: Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin stellt seit 1789 den Entwurf Kurland her. Dessen Tassen haben kürzlich ein neues Outfit erhalten - es gibt sie nun auch mit Rändern in Pastelltönen. "Die Farbigkeit ist dezent, nicht plakativ", erläutert Chef-Designer Thomas Wenzel.

Das Service My China! Ca' d'Oro von Sieger by Fürstenberg zieren Streifen, Quadrate und Kreise in coolem Schwarz-Weiß, Poliergold setzt filigrane Akzente. Für ihn symbolisierten diese Stücke "das goldene Haus, die kostbare Zeit und die vielen besonderen Momente, die man im Kreis geliebter Menschen genießt und mit schönen Dingen bereichert", erklärt Designer Michael Sieger.

Die Illustratorin Lina Ekstrand hat für das Dekor Wunderland für Dibbern florale Motive entworfen - sehr zart und geradezu mädchenhaft. Und für das Label Georg Jensen hat die Schmuckdesignerin Helena Rohner passend zur Teekanne Helena, deren geschwungene, leicht spitze Form an ein Dampfschiff erinnert, ebenso ästhetische wie funktionale Objekte aus Edelstahl, darunter ein Tee-Ei.

dpa/tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Eltern beobachten Tochter über Baby-Monitor - plötzlich rührt sich etwas

Eigentlich wollten sich Eltern nur ein süßes Video ihrer Tochter ansehen. Doch dann fällt ihnen etwas wirklich Unheimliches am Baby-Monitor auf.
Eltern beobachten Tochter über Baby-Monitor - plötzlich rührt sich etwas

Kann ich bei übermäßiger Hitze in der Wohnung die Miete mindern?

In der kühlen Wohnung suchen viele Schutz vor der Hitze draußen – doch was, wenn gerade dort die Temperaturen am höchsten sind? Habe ich ein Recht auf Mietminderung?
Kann ich bei übermäßiger Hitze in der Wohnung die Miete mindern?

Wie bleiben Bio- und Mülltonne frei von Insekten?

Gerade im Sommer schwirren um die volle Mülltonne schon mal Insekten herum. Was tun? Zunächst einmal sollten die Behälter nicht in der Sonne aufgestellt werden. Aber …
Wie bleiben Bio- und Mülltonne frei von Insekten?

Wie Heimwerker-Verletzungen richtig verarztet werden

Do it yourself ist angesagt. Heimwerker trauen sich vieles zu und nutzen auch Profi-Werkzeuge. Doch wer nicht aufpasst, kann sich verletzen. Dann kommt es darauf an, …
Wie Heimwerker-Verletzungen richtig verarztet werden

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.