Viel Arbeit

Zorniger DHL-Bote holt zum Rundumschlag gegen Black-Friday-Kunden aus

Der Black Friday liegt hinter uns: Zur Freude der Kunden und zum Leidwesen der Paketboten, wie es scheint. Ein DHL-Mitarbeiter ließ seinem Ärger freien Lauf...

Zum Black Friday stürmen Kunden jedes Jahr eifrig die Läden, um günstige Angebote abzusahnen. Nicht selten kommt es dabei zu Streitereien am Wühltisch oder heillos überfüllten Einkaufszentren. Um diesem Chaos aus dem Weg zu gehen, weichen viele aufs Online-Shopping aus - sehr zum Leid der Paketboten, die deshalb Ende November mit zahlreichen Bestellungen von Kunden und Retouren an die Versandhäuser bombardiert werden.

Black Friday: Paketdienste im Ausnahmezustand - und Paketboten am Limit

Auch dieses Jahr erwarten die Paketdienste in der Vorweihnachtszeit wieder einen Ausnahmezustand. Am 29. November hat der Black Friday stattgefunden, an dem nicht nur Amazon, sondern zahlreiche andere Händler ihre Ware zu reduzierten Preisen anbieten. Schon in der Vorwoche zum Black Friday wurden Kunden mit Rabattaktionen gelockt und bis an Weihnachten die Geschenke unterm Baum liegen, wird sich die Lage kaum beruhigen. DHL rechnet in den Tagen vor Heiligabend sogar mit elf Millionen Paketen pro Tag, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Deshalb sollen in der Vorweihnachtszeit 10.000 zusätzliche Arbeitskräfte angeheuert werden. Auch DPD, Hermes, UPS und Amazon suchen nach Hilfskräften.

Ob all die Vorbereitungen auf die Vorweihnachtszeit auch tatsächlich fruchten werden, bleibt abzuwarten. Dass die kommenden Rabattwochen nicht nur für Kunden und Händler nervenaufreibend sein können, sondern auch für die Paketboten, scheint zumindest ein bissiger Benachrichtigungszettel eines DHL-Mitarbeiters zu beweisen, der derzeit im Netz die Runde macht. In seiner Botschaft darauf zeigt er sich erbost über einen Kunden, der die Rabattwochen wohl fleißig für sich nutzen wollte. "Wenn Sie am Black Friday so viel bestellen, dann bleiben Sie auch gefälligst zuhause. Danke!", heißt es darauf.

Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Zettel, der schon älter ist und aufgrund vor Kurzem stattgefundenen Black Fridays wieder aktualisiert wurde. Es könnte sich aber auch um ein Fake handeln. Nichtsdestotrotz trifft die Botschaft einen Nerv bei den Usern, die dem Autoren größtenteils recht geben: "Das ist einfach ärgerlich.. der Postbote hat total recht.. man weiß, wann man was bestellt hat und sollte dann auch Zuhause sein. Manchmal müssen die Armen über zwei oder drei Etagen mit Paketen laufen und dann ist keiner da.. müsste Strafporto kosten.. ist einfach dreist..", meint zum Beispiel ein User. "Derjenige, der das geschrieben hat, hat aber auch recht", stimmt eine weitere Nutzerin zu.

Auch interessant"Falsch geworfen": DHL-Bote gibt peinliches Malheur zu.

Paketdienste erhöhen Preise für Geschäftskunden

In eine ähnliche Richtung denken mittlerweile auch die Paketdienste: DHL hat erst im September 2019 für Geschäftskunden seine Listenpreise für Pakete angehoben und auch Hermes erhöhte seine Preise für Onlinehändler im Frühjahr 2018. Zusätzlich erheben viele Paketdienste mittlerweile einen Peak-Zuschlag fürs Weihnachtsgeschäft. Diese betreffen ebenfalls die Händler - ob diese wiederum die Aufschläge an die Kunden weitergeben, bleibt ihnen überlassen.

Ein Paketbote in den USA wurde völlig aus der Bahn geworfen, als er eine Amazon-Lieferung zur Haustür brachte.

Lesen Sie auch: DHL-Bote weigert sich, Paket auszuliefern - seine Begründung ist überaus menschlich.

Rubriklistenbild: © dpa/Tom Weller

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