Zarte Farben, robuste Natur

Blumen für den Schatten: Die besten Pflanzen für einen Garten ohne Sonne

Es gibt viele Blumen, die sich an schattigen Plätzen im Garten wohlfühlen. Ein bisschen Pflege belohnen sie mit meist märchenhaften Blüten.

München – Es gibt Blumen, die gern ein Schattendasein fristen. Das ist sicher eine erfreuliche Botschaft für Pflanzenfreunde mit einem Garten, in dem sich kaum Sonne blicken lässt. Ob an der Nordseite des Hauses oder im Halbschatten unter Bäumen – mit ein bisschen Pflege blühen viele der Blumen über Monate hinweg.

Blumen für den Schatten: Die schönsten Blüher für einen Garten ohne Sonne

Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) kommt mit einem Standort im Schatten sehr gut zurecht. (Symbolbild)

In ihrer ursprünglichen Heimat wachsen sie in Wäldern unter Bäumen und Sträuchern: Schattenpflanzen sind einen Mangel an Licht gewöhnt. Um auf sich aufmerksam zu machen, präsentieren sie neben interessant gezeichneten Blättern oftmals helle, wunderschöne Blüten.

Das Tränende Herz ist mit seinen in Trauben hängenden Blüten von Weiß bis Pink ein bezaubernder Blickfang. Es ist sehr pflegeleicht und benötigt lediglich einen humosen Boden und alle zwei bis drei Jahre etwas Dünger.

Die Elfenblume scheint aus einem Feenreich zu kommen. Sie hat zwar nur kleine, zarte Blüten in Rot, Gelb und Orange – dafür aber umso mehr. Der wuchsfreudige Bodendecker ist pflegeleicht und schätzt einen lockereren humosen Boden.

Giftig, aber prächtig: Der Fingerhut ist anspruchslos, aber er mag windige Standorte nicht gern, da dort seine langen Blütenstände abbrechen können. Er blüht in Weiß, Rosa oder Purpurfarben.

Schattenstauden blühen oft in zarten Farben und haben eine robuste Natur

Auch diese Blumen entfalten im Schatten und Halbschatten ihre zahlreichen Blüten:

  • Prachtspiere (Astilbe): Die bis zu 1,50 Meter hohe Staude blüht in Weiß-, Rosa-, und Violettönen.
  • Balkan-Storchschnabel: Der rosa blühende Bodendecker verdrängt mit seiner Wuchsfreude sogar Unkraut.
  • Bergenie: Die winterharte Staude blüht im Schatten Rosa, Weiß oder Purpurrot. Man pflanzt sie am besten im Frühjahr.
  • Alpenveilchen: Als Zimmerpflanze ist sie nicht für draußen geeignet, achten Sie daher beim Kauf auf winterharte Sorten.
  • Herbstanemone: Sie blüht zwar erst ab Spätsommer in Weiß oder Rosa, ist aber allein durch ihre Höhe von etwa 1,60 Meter beeindruckend.
  • Fuchsien: Sie blühen üppig und lange von Weiß über Rosa bis Violett.
  • Lenzrose: Die Staude ist besonders langlebig und blüht von Weiß bis Schwarzrot.

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Das Gießen nicht vergessen!

Meist handelt es sich bei den Schattenblühern um robuste, winterharte Stauden, aber auch die benötigen Pflege. Schatten bedeutete nicht, dass man die Pflanzen nicht regelmäßig gießen sollte. Am wichtigsten ist es darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen. Meist pflanzt man die Stauden im Frühjahr oder Herbst, sehr oft liegt man mit einem durchlässigen, nährstoffreichen, humosen Boden richtig, der zuvor mit etwas Kompost angereichert wurde.

Wer einen höheren Wuchs oder Sichtschutz bevorzugt, für den empfehlen sich auch Sträucher, die Schatten mögen. Blüten und Sträucher schön und gut, aber Sie würden auch gerne Obst und Gemüse im Schatten anbauen? Dafür eignen sich zum Beispiel Radieschen, Erdbeeren oder Bärlauch.

Rubriklistenbild: © P. Frischknecht/Imago

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