Dreiste Anzeige

Sie werden nicht glauben, wie hoch die Miete für diese Mini-Wohnung ausfällt

Wohngegenden, die beliebt sind und einen guten Ruf haben, warten oft mit teuren Mieten auf - doch auch hier schlagen Anbieter regelmäßig über die Stränge.

So geschehen bei einer Immobilienanzeige für eine kleine Wohnung im Londoner Stadtteil Hampstead. Hierbei handelt es sich um eine der teuersten Gegenden der englischen Hauptstadt mit der höchsten Millionärsdichte. Trotzdem ist der Preis für die Bleibe nach Expertenmeinung keinesfalls gerechtfertigt.

Kleiner geht's nicht - und trotzdem soll dieser Preis gezahlt werden

Das Camden News Journal berichtete zuerst über die dreiste Anzeige, die auf der Immobilienplattform Spareroom inseriert wurde. Angeboten wurde ein "geschlossenes Studio-Apartment" - auf den Bildern war allerdings nur ein Einzimmerkabuff auf engstem Raum zu sehen.

Küche und Schlafzimmer wurden aus Platzmangel zusammengeworfen und der einzig andere Raum war ein winziges Bad. Die Beschreibung der Wohnung fällt dagegen rosig aus: "Geeignet für eine Person. Modernes, kleines Studio-Apartment im Herzen von Hampstead Village. Sehr angenehme und hochqualitative Ausführung. Vollständig eingebaute Küche mit Waschmaschine/Trockner und Mikrowelle inklusive."

Passend dazu: Studentinnen vermieten Schlafplatz auf Balkon - für absurden Preis.

Doch den meisten Grund zur Aufregung lieferte der Preis: Umgerechnet 1.255 Euro im Monat soll die Mini-Wohnung kosten. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass Hampstead eine teure Gegend ist, aber das ist absurd", meint auch Bezirksrat Oliver Cooper im Gespräch mit dem Camden News Journal. "Glücklicherweise ist dieses Angebot nicht repräsentativ."

Für Robert Taylor vom örtlichen Mieterbund ist das Inserat ein eindeutiges Signal, dass der private Mietsektor reformiert werden muss: "Die einfache Frage, die wir solch einem Vermieter stellen sollten, lautet: Würden Sie darin leben wollen?"

Mittlerweile wurde die Anzeige wieder von der Plattform genommen - ob es an der Aufregung liegt, die sie ausgelöst oder sich ein Mieter gefunden hat, ist nicht bekannt.

Jedoch sind solche Geschichten keine Einzelfälle - auch hierzulande müssen sich Wohnungssuchende mit unglaublichen Mietpreisen herumschlagen. Wie zum Beispiel bei diesem Inserat, in dem es um einen unausgebauten Dachboden ging.

Auch interessant: So sieht eine der teuersten Wohnungen der Miethochburg München aus.

Rubriklistenbild: © Twitter/Camden New Journal

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