"Schwingungsfähiges Wesen"

Skurril: Diese Wohnungsinserate schießen den Vogel ab

Immobilien-Portale bemühen sich stets darum, den Wohnungssuchenden seriöse Anzeigen zu bieten. Trotzdem landen hin und wieder kleine Ausreißer im Netz.

Wer verzweifelt nach einer Bleibe sucht, klammert sich an jeden Strohhalm – oder jedes Wohnungsinserat. Bei manchen Anzeigen sollten Sie es sich allerdings zweimal überlegen, ob Sie sich bewerben wollen. Vor allem auf Online-Immobilien-Portalen treiben sich hin und wieder zwielichtige Gestalten herum, die mehr oder weniger ernst gemeinte Inserate ins Netz stellen.

Diese werden meist sofort von den Betreibern gelöscht, bevor sie Schaden anrichten können. Trotzdem sind einige von ihnen recht amüsant – weshalb das Online-Portal ze.tt die lustigsten Anzeigen von wg-gesucht.de zusammengestellt hat. Das sind die Highlights der Wohnungsinserate:

Wohnungsinserat: Sklave sucht Dienstherrin

Mit dem Zimmer hat es bei einer Interessentin aus Berlin nicht geklappt - doch der Vermieter der WG in Kreuzberg machte ihr ein anderes Angebot:

"Ich bin devot, sprich, mich erfüllt es, einer Frau zu dienen, sei es als Geldsklave und/oder Arbeitssklave. Das heißt nicht, dass ich irgendwas erwarte oder kaufe, im Gegenteil. Falls du einen seriösen und zuverlässigen Geldsklaven/Arbeitssklaven gebrauchen könntest, könnte dies uns beiden helfen. Du könntest mich als Geldsklaven für deine Mietzahlungen oder Einkäufe benutzen, oder eine eigene Wohnung anmieten bzw. selbst eine WG gründen und mich auch dahingehend benutzen."

Über mehrere Absätze hinweg erklärte er der Wohnungssuchenden offenbar, dass er keiner Szene angehöre und auch nicht auf der Suche nach einer Beziehung wäre. Sein einziger Wunsch wäre es, einfach benutzt zu werden und zu dienen. Auf Anfrage der Interessentin reagierte der Vermieter dann jedoch wortkarg: "Bye. Bitte schreib mir nicht mehr."

Anzeige: Harmonisches WG-Leben

Ein weiteres Wohnungsinserat aus Kreuzberg ist eher was für Esoteriker oder die, die es werden wollen: "Ich beschäftige mich viel mit Spirit, Heilung und Liebe und empfinde mich als schwingungsfähiges Wesen", schreibt die Vermieterin in ihrer Anzeige. Das Zusammenleben in dieser WG dürfte wohl äußerst harmonisch sein.

Kein Bock auf gar nichts

Wer in einer WG lebt, liebt normalerweise die Gesellschaft von anderen Leuten und gemeinsame Unternehmungen. Nicht so in dieser Wohnungsanzeige: "Mit geselligen Abenden ist bei mir nicht zu rechnen, da ich weder ein Kochfan bin, noch Alkohol trinke", heißt es da. Da fühlt man sich doch gleich so richtig willkommen, oder nicht?

Auch interessiert: Dieses diskriminierende Inserat sorgte im März für Diskussion im Netz.

Inserat: Lasst uns ein Slum gründen

Dass der Wohnungsmarkt in München heiß umkämpft ist, ist kein Geheimnis. Die Lösung einiger Witzbolde: Die Gründung eines Slums. Folgender Anzeigentext landete auf wg-gesucht.de, bevor das Inserat deaktiviert wurde.

"Der Münchner Wohnungsnot ein Ende bereiten: Wir suchen engagierte Leute für die Gründung eines Slums. Bist du eine gescheiterte Existenz? Einer der letzten nicht erschlossenen Flächen Münchens wartet auf dich!

Nach dem Vorbild brasilianischer Favelas von Rio de Janeiro (bekannt von der WM 2014) bebauen wir die Hänge des Giesinger Berges mit Wellblechhütten. Hast du handwerkliche Fähigkeiten und Improvisationstalent? Bringst du Erfahrung aus dem illegalen Wohnungsbau mit? Kannst du Karate? Wegen des zu erwartenden Widerstandes bevorzugen wir Bewerber mit Kompetenz im Bereich Türsteher und Inkasso.

Die entstehende Siedlung "Favela Giesing bietet zudem die Möglichkeit, deinen privaten Traum als Kleinkrimineller zu verwirklichen. Durch sein Klientel der sozialen Randgruppen bietet der Slum direkten Marktzugang und ermöglicht den Vertrieb verschiedenster Waren und Stoffe.

Melde dich jetzt – schon diesen Herbst könntest du in einer nasskalten Baracke hausen! Bewerbung bitte mit Lebenslauf und polizeilichem Führungszeugnis.

(Haus- und Nutztiere erlaubt)"

Lesen Sie hier, wie ein Wohnungssuchender mit dem Wohnungsmarkt in Stuttgart abrechnet und was dieser Mieter seinem faulen Paketboten mitzuteilen hat.

Von Franziska Kaindl

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter / @beawildchild

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