Pandemiepläne werden umgesetzt

Energiebranche sieht kein Risiko für die Versorgung

Kein Grund zur Beunruhigung: Die Energieversorgung wird durch einen Pandemieplan sichergestellt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Kein Grund zur Beunruhigung: Die Energieversorgung wird durch einen Pandemieplan sichergestellt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Die Folgen der Corona-Pandemie bekommen Verbraucher in vielen Lebensbereichen zu spüren. Immerhin: Um die Grundversorgung müssen sie nicht fürchten. Das gilt auch für Energie.

Berlin (dpa) - Die Energiewirtschaft setzt in der Corona-Krise Pandemie-Pläne um, auch um Mitarbeiter in Kraftwerken zu schützen - sieht aber derzeit kein Risiko für die Versorgungssicherheit. In Arbeitsbereichen wie Leitstellen und Entstörungsdiensten würden zusätzlich vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, teilte der Energieverband BDEW mit.

Die Energie- und Wasserwirtschaft verfüge zudem über einen hohen Automatisierungsgrad. "Die Energiebranche weiß um ihre Verantwortung als Versorger", sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). "Derzeit sehen die Energieunternehmen kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Sie führen regelmäßig Risikobewertungen durch, da sich die Lage national und international als sehr dynamisch abzeichnet." Die Energiewirtschaft habe im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert würden.

Versorger verzichten wegen Coronakrise auf Stromsperren

Zudem verzichten die großen Energieversorger wegen der Coronakrise auf die Sperrung von Strom- und Gasanschlüssen säumiger Kunden. "Wir haben die Sperrungen ausgesetzt", sagte ein Sprecher von Innogy. Auch beim neuen Innogy-Mutterkonzern Eon soll es vorerst keine Unterbrechung der Versorgung geben. Man werde "auf die Sperrung von betroffenen Haushalten weitmöglich verzichten", sagte ein Sprecher der Eon Energie Deutschland der "Welt". Der Energiekonzern EnBW will dem Bericht zufolge bestehende Strom- und Gassperren aufheben.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte die Energieversorger aufgefordert, während der Corona-Krise auf Strom- und Gassperren zu verzichten. Das sei "in Zeiten, in denen der Einzelne aufgefordert ist, überwiegend zuhause zu bleiben" unverhältnismäßig.

Jedes Jahr drohen die Versorger Millionen Haushalten in Deutschland wegen unbezahlter Strom- und Gasrechnungen die Einstellung der Belieferung an. Im Jahr 2018 gab es nach Angaben der Bundesnetzagentur allein beim Strom 4,9 Millionen Sperrandrohungen. Tatsächlich abgestellt wurde der Strom dann 296.000 Haushalten.

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