Natron, Backpulver & Co.

So bringen Hausmittel selbst die schmutzigsten Gardinen wieder zum Leuchten

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Frische Wäsche macht alles schöner - das ist auch bei Gardinen der Fall.

Gardinen können das Ambiente eines ganzen Zimmers beeinflussen - damit das auch so bleibt, müssen sie richtig gewaschen werden. Funktioniert das auch mit Hausmitteln?

Unsere Gardinen haben wir tagtäglich im Blickfeld: Deshalb müssen diese besonders gut gefallen - weshalb sie wiederum regelmäßig in die Wäsche gehören.

Doch viele fürchten sich, die teuren Vorhänge falsch zu behandeln und wollen sie lieber in die professionelle Reinigung geben. Das ist aber nicht nötig: Zahlreiche Hausmittel helfen Ihnen dabei, Ihre Gardinen blitzsauber zu waschen.

Wie oft müssen Gardinen gewaschen werden?

In der Regel reicht es, Gardinen zwei- bis viermal im Jahr zu waschen - je nachdem, wie viel Staub und andere Schmutzpartikel sich in der Zwischenzeit daran abgelegt haben.

Wird im Haus viel geraucht, kann es jedoch sein, dass eine Wäsche öfter fällig wird, da der Stoff viel schneller vergilbt. Auch wer Allergiker ist oder Tiere wie Hunde oder Katzen im Haus hat, sollte die Gardinen öfter in die Waschmaschine geben. Dort sollten Sie dann wieder schön rein werden.

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Das müssen Sie beim Gardinen waschen beachten

Bevor es losgeht, müssen Sie Ihre Gardinen noch auf die Wäsche vorbereiten. Bei modernen Exemplaren geht das ganz leicht: Einfach abnehmen und alle Einzelteile, die stören könnten, entfernen - dazu gehören in etwa Bleigewichte, Bleibänder oder Beschwerungsstäbe, die lose sind. Die Plastikhäkchen hingegen, an denen Sie die Gardinen aufhängen, können Sie dran lassen, solange Sie in ein Wäschenetz eingebunden werden.

Auch die kleinen Plastikbefestigungen am Fuß der Gardinen, die manchmal zu finden sind und ihnen ihre Form verleihen, können Sie mit waschen. Informieren Sie sich am besten schon beim Kauf über die richtige Wäsche der Gardinen oder beachten Sie das Pflegeetikett.

Auch interessant: Was Sie beim Waschen der Bettwäsche wissen sollten.

Können Gardinen bei 60 Grad gewaschen werden?

Dieses sollten Sie im Übrigen auch wegen der richtigen Waschtemperatur durchlesen. Eine 60 Grad-Wäsche ist für die meisten Gardinen zum Beispiel schon zu heiß. Generell werden 30 Grad beim Waschen der Stores oder Übergardinen empfohlen, maximal 40 Grad.

Wählen Sie außerdem einen Schon- oder Wollwaschgang, da diese mit weniger Umdrehungen arbeiten. Hier sollten Sie sich auf 400 bis höchstens 800 Umdrehungen in der Minute beschränken. Sollten Sie diesen Waschgänge nicht haben, dann wählen Sie den schonendsten aus, den Ihr Gerät zu bieten hat und wählen Sie "Wasser plus" oder vollen Waschstand.

Verzichten Sie aber auf Sparprogramme - ist nämlich bei der Wäsche zu wenig Wasser in der Trommel, dann steigt das Risiko, dass die Gardinen zerknittern und Sie haben später mit dem Bügeln mehr Arbeit. Außerdem sollte das Gerät nie zu voll sein - haben die Gardinen nicht darin Platz, müssen Sie diese in der Badewanne mit Handwäsche reinigen. Das ist der Fall, wenn die Waschmaschine zu mehr als einem Drittel gefüllt ist.

Als Waschmittel benutzen Sie entweder ein spezielles Gardinenwaschmittel oder Color- bzw. Feinwaschmittel für bunte Polyester- und Baumwollstoffe. Bei empfindlicheren Materialien wie Seide gibt es Seidenwaschmittel oder Sie wählen die Handwäsche mit einem Flüssigwaschmittel, das keine Bleiche enthält. Weiße Gardinen und Stores hingegen halten in der Regel auch einer Wäsche mit Vollwaschmitteln stand.

Passend dazu: Handwäsche oder Waschmaschine? So wird Seide wieder sauber.

Hausmittel-Tipp: Backpulver hilft beim Gardinen waschen

Falls Sie etwas Hilfe beim Waschen der Gardinen benötigen, greifen Sie einfach in den Küchenschrank. Backpulver ist nämlich auch hier ein hilfreiches Hausmittel. Es sorgt dafür, dass Vorhänge, die stark von Nikotin vergilbt sind, wieder schön rein werden.

Dazu gönnen Sie Ihren Gardinen einfach eine Vorwäsche in einem Bad voll warmen Wasser, in das Sie vorher ein bis zwei Päckchen Backpulver gemischt haben. Oder aber Sie geben ein Päckchen davon direkt ins Waschpulver oder zum letzten Spülgang in der Waschmaschine hinzu.

Gardinen waschen: So funktioniert es mit Natron

Der Backpulver-Trick lässt sich auch mit Natron anwenden: Statt der Backbrause einfach die gleiche Menge Natron - in etwa zwei Päckchen - in das lauwarme Badewasser geben und die Gardinen darin waschen. Später kommen Sie dann ganz normal in die Waschmaschine, wo Sie lupenrein wieder herauskommen sollten.

Erfahren Sie hier: Handtücher richtig waschen - das müssen Sie beachten.

So werden Gardinen mit Salz und Zucker gewaschen

Ein weiterer Trick, den Sie bei weißen Gardinen anwenden können: Legen Sie diese über Nacht in eine Badewanne voller lauwarmen Salzwasser, bevor Sie sie wie gewohnt in die Waschmaschine geben. Das sind in etwa 125 Gramm Salz pro Liter Wasser, die Sie benötigen. Bei der Wäsche geben Sie dann Feinwaschmittel hinzu und stellen zuletzt einen zusätzlichen Spülgang ein, in den Sie ungefähr drei Esslöffel Zucker geben - danach sollten Ihre weißen Gardinen wieder hell strahlen.

So waschen Sie Gardinen mit Soda

Eine kleine Spülung mit Soda kann Ihren Gardinen ebenfalls guttun - vor allem was den Grauschleier betrifft. Weichen Sie den Vorhang einfach in zehn Liter Wasser in der Badewanne ein, in das Sie 500 Gramm Soda gemischt haben. Danach spülen Sie die Überhänge mit kaltem Wasser aus, bis nichts mehr von dem Hausmittel auf dem Stoff übrig ist.

Lesen Sie auch: Darum können Sie beim Waschen von Baumwolle ganz viel falsch machen.

Gardinen waschen: Darf ich sie in der Waschmaschine schleudern?

In der Regel wird von einem Schleudergang bei der Wäsche abgeraten. Zu groß ist die Gefahr, dass die Gardinen dabei stark verknittern oder Schaden nehmen. Deshalb lassen Sie ihn lieber weg und beschränken sich auf 400 bis 800 Umdrehungen im Waschgang.

Übrigens: Gardinen sollten auch nicht in den Trockner. Am einfachsten funktioniert es, wenn Sie die frisch gewaschenen Gardinen sofort wieder an die Gardinenstange hängen, wo sie auch sonst sind.

Mit Weichspüler waschen: Vertragen Gardinen das?

Die einen schören auf Weichspüler, die anderen haben dem Hilfsmittel schon lange abgesagt: Schließlich werden Stoffe dadurch oft starrer als weicher. Doch bei Gardinen kann ein Weichspüler einen positiven Effekt haben - und zwar eine antistatische Wirkung, die dafür sorgt, dass später weniger Staub angezogen wird. Ziehen Sie aber auch hier erst das Pflegeetikett zurate. Nicht jeder Gardinenstoff verträgt einen Weichspüler.

Wie viel kostet es, Gardinen waschen zu lassen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da Preise sich nach verschiedenen Faktoren richten. So macht es einen Unterschied, ob es sich um normale Vorhänge, Raffrollos oder Stores handelt. Dann wird in der Regel nach Quadratmeter oder Kilogramm Trockengewicht abgerechnet. Zudem können Services wie Bügeln und das Abhängen und Abringen hinzukommen. Nicht zu vergessen Anfahrtskosten, wenn Sie die Gardinen nicht selbst vorbeibringen. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem örtlichen Gardinenservice.

Lesen Sie hier: So waschen Sie die Daunendecke ohne Verklumpungen.

fk

Machen Sie beim Wäsche waschen bloß nicht diese Fehler

Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen.
Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen. © pixabay
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen.
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen. © pixabay
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus.
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus. © pixabay
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird.
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird. © pixabay
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten.
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten. © pixabay
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern.
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern. © pixabay
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein.
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein. © pixabay
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom.
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom. © pixabay
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften.
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften. © pixabay

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