Grüner Daumen

Nicht wegwerfen: Gekeimte Kartoffeln ins Beet setzen

Gekeimte Kartoffeln aus dem Lager lassen sich noch verwenden - etwa als Grundlage für die neue Ernte im Garten.
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Gekeimte Kartoffeln aus dem Lager lassen sich noch verwenden - etwa als Grundlage für die neue Ernte im Garten.

Wer im Sommer ernten will, muss im Frühjahr ans Pflanzen denken. Das gilt zumindest für Kartoffeln. Gut ist daher, wenn man einige Knollen aufbewahrt hat.

  • Die Kartoffeln haben Triebe entwickelt - was nun?
  • Wenn die Keime länger als drei Zentimeter sind, sollte man die Knollen nicht verzehren.
  • Sie können das giftige Solanin enthalten.

Bornhöved - Diese Kartoffeln muss man nicht wegwerfen, sie können die Grundlage für die nächste Ernte im Garten sein. Denn aus den Knollen vom Vorjahr entwickeln sich die neuen Pflanzen. Kartoffelbauern legen daher immer einen kleinen Teil der Ernte fürs Folgejahr zur Seite.

So keimen Sie Ihre Kartoffeln vor

Am besten ist es, wenn die Knollen im Licht vorkeimen - und nicht, wie in der Küchenlagerung üblich, im Dunkeln. Aber auch diese Kartoffel lassen sich nutzen - nur sind die Dunkelkeime oft sehr lang und dünn und brechen daher leicht ab. "Sie muss man ein bisschen vorsichtig behandeln", sagt Staudengärtnerin Svenja Schwedtke.

Wer seine Kartoffeln bewusst vorkeimen möchte, sollte ab März die Pflanzkartoffeln in Kisten bei etwa 15 Grad Raumtemperatur nebeneinander auslegen, sagt Schwedtke. "Bei ausreichend Licht können die Kartoffeln dicke, feste Keime entwickeln, die beim Pflanzen weniger leicht abbrechen als die dünnen Dunkelkeime."

Auch interessant: Gesundes Gemüse ganz einfach im Garten anbauen: So pflanzen Sie Grünkohl.

Kartoffeln vorkeimen: Diese Standorte können Sie wählen

Zur Not kann man sie auch direkt ins Gemüsebeet setzen - genauso wie noch nicht gekeimte Kartoffeln. "Wenn dann gepflanzt wird, brauchen vorgekeimte Kartoffeln mindestens sieben Grad Bodentemperatur." Bei nicht vorgekeimten Kartoffeln sollten es zehn Grad sein. Vorgekeimte Kartoffeln kann man also meist früher ins Beet bringen und diese wiederum früher ernten.

Die Knollen kommen in sieben bis acht Zentimetern Tiefe in die Erde - in Reihen mit mindestens 70 Zentimeter Abstand zueinander. Zwischen den einzelnen Kartoffeln sollte 30 bis 40 Zentimeter Platz bleiben. "Eine Kartoffel pro Pflanzloch", lautet der Rat von Schwedtke. Wenn man nicht ausreichend Früchte hat, dann reiche auch eine halbe. "Diese sollte aber mit Augen und Keimen gut ausgestattet sein."

Auch auf Balkon* und Terrasse* kann man Kartoffeln kultivieren. "Nehmen Sie einen 20- bis 30-Liter-Kübel für eine Pflanze", sagt Schwedtke. "Dieser sollte ein Abzugsloch haben, damit keine Staunässe entsteht. Der Standort für Kartoffeln sollte gerne sonnig sein."

Lesen Sie auch: Können Kartoffeln auch ohne Erde vorgekeimt werden?

dpa

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Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni. © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig. © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist. © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen. © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
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Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen. © pixabay
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Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen. © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
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Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben. © pixabay

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