Kommunikation mit dem Menschen

Hundesprache: Wie versteht man einen Hund?

Drei Hunde spielen am Strand.
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Hunde kommunizieren mit ihrem ganzen Körper. Auch Menschen sollten die Hundesprache verstehen.

Verstehen Sie die Hundesprache? Vierbeiner setzen ihren ganzen Körper ein, um mit ihren Artgenossen und uns zu kommunizieren: So deuten Sie die Sprache Ihres Hundes.

Hunde lernen früh, Kommandos und Befehle zu befolgen. Die meisten Hunde genießen schon im Welpenalter eine Grunderziehung. Andere Hunde müssen im erwachsenen Alter erzogen werden*. In beiden Fällen verstehen die Vierbeiner ihr Herrchen oder Frauchen gut und wissen ganz genau, was zu tun ist. Doch, gelingt die Kommunikation auch im umgekehrten Fall? Verstehen Sie immer, was Ihr Hund Ihnen sagen will? Hunde kommunizieren mit ihrem ganzen Körper – nicht nur mit ihren Artgenossen, auch mit uns Menschen. Für die Bindung und Beziehung zu Ihrem Hund ist es daher wichtig, dass Sie ihn verstehen und „lesen“ können. Oftmals ist es ganz leicht, doch vieles braucht auch Training.

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Hundesprache: So verstehen Sie die Körpersprache Ihres Hundes

  • Glücklich und zufrieden: Der Hund sitzt vor Ihnen, schaut Sie erwartungsvoll an und wedelt mit seinem Schwanz. Damit will der Hund Ihnen sagen, dass er Ihnen seine ganze Aufmerksamkeit schenkt. Gleichzeitig verlangt er von Ihnen, dass Sie sich mit ihm beschäftigen.
  • Ich will spielen! Diese Aufforderung kann von fröhlichem Bellen bis hin zu freundlichem Beißen (bei weniger gut erzogenen Hunden) begleitet sein. Der Hund beugt dabei seine Vorderfüße und wedelt mit dem Schwanz.
  • Misstrauisch: Nicht nur wir Menschen können die Stirn runzeln. Das Misstrauen bei Hunden erkennt man am Blick, den flach angelegten Ohren sowie der starren Haltung.
  • Unsicher: Wenn Hunde gähnen, muss das nicht bedeuten, dass sie müde sind. Mit dem Gähnen signalisieren Hunde ihr Unwohlsein und ihre Unsicherheit. Dies geschieht meist in Situationen, in denen sie nicht wissen, was als Nächstes kommt. Sie möchten von ihrem Herrchen bzw. Frauchen ein klares Signal.
  • Gestresst: Wenn der Hund seine Lefzen leckt, muss das nicht heißen, dass er hungrig ist und was zu fressen will. Die Vierbeiner lecken sich auch, wenn sie sich gestresst fühlen. Dies muss für Sie bedeuten, dass Sie Ihrem Hund signalisieren sollen, dass alles in Ordnung ist.
  • Nervös: Läuft Ihr Hund manchmal unruhig hin und her? Dies ist ein Zeichen für Nervosität. Der Hund will damit zum Ausdruck bringen, dass er nicht versteht, was gerade passiert. Er hat dabei das ungute Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
  • Wachsam: Ein unruhiges Hin- und Herschauen mit wachsamen Augen kennt jeder Hundebesitzer. Die Körpersprache des Hundes ist damit klar: Hier passiert gerade etwas Merkwürdiges. Lauert hier eine Gefahr? Der Hund will nun in aller Ruhe die Situation erfassen und sich davon selbst ein Bild machen. In dieser Zeit sollten Sie ihn nicht anfassen, da er sich erschrecken und angegriffen fühlen könnte.
  • Ablehnung: Schaut Ihr Hund mit einem besorgten Blick zurück? Hat er den Schwanz zwischen die Beide geklemmt und signalisieren seine Pfoten, dass er gleich loslaufen könnte? Dies bedeutet, dass Ihr Hund schlichtweg Angst hat und sich unwohl fühlt. Er möchte weg. Dabei sollten Sie ihn auch nicht zwingen, hier zu bleiben.
  • Bleib‘ weg! Trotz einer tollen Bindung und Beziehung zu Ihrem Hund kann es immer mal wieder vorkommen, dass er die Distanz sucht. Dies erkennen Sie an seinem abgewandten Blick und der starren Position.
  • Ängstlich: Der Schwanz zwischen den Beinen, der Rücken gewölbt und die Ohren tief – ganz klar, Ihr Hund hat Angst und braucht Ihre Hilft. Nehmen Sie ihm diese Angst und reagieren Sie auf die jeweilige Situation souverän und gelassen.
  • Verteidigung: Aus seiner Angst heraus kann der Hund sich auch verteidigen wollen. Dies hören Sie dann spätestens am Knurren, zudem sind die Haare am Rücken aufgestellt. Es sind deutliche Warnsignale. Wer die Warnung ignoriert, der geht das Risiko ein, dass der Hund aggressiv wird und beißt.
  • Aggressiv: Diese Körpersprache ist am einfachsten zu verstehen. Die Augen halb geschlossen und immer bereit zu beißen, zudem die Pfoten in einer Position, aus der der Hund sofort springen kann. Halten Sie Abstand!

(pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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