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Kartoffelkäfer bekämpfen: So einfach werden Sie die gefürchteten Schädlinge los

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Von: Ines Alms

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Kartoffelkäfer sind der Schreck jedes Gemüsegärtners. Bevor sie die Ernte zunichtemachen, sollte man die Schädlinge schnell finden und bekämpfen.

Immerhin sind sie gut zu erkennen, die Kartoffelkäfer: Auf ihrem Rücken tragen sie zehn schwarz-gelbe Längsstreifen. Wenn man sie jedoch nicht bekämpft, fressen Sie innerhalb weniger Wochen Blätter und Stiele der Kartoffelpflanze ab. Es werden weniger Kartoffeln gebildet und die Ernte sinkt.

Kartoffelkäfer bekämpfen: Einfach abschütteln und aufsammeln

Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) ist ein gefürchteter Schädling.
Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) ist ein gefürchteter Schädling. (Symbolbild) © Hanke/Imago

Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) ist als Schädling im Gemüsegarten gefürchtet. Zu Recht: Ein Käferweibchen kann innerhalb von zwei Monaten bis zu 1200 Eier legen. Nach etwa zehn Tagen schlüpfen die rot-schwarzen Larven und machen sich ebenso wie die erwachsenen Käfer ab Ende Mai über die Kartoffelpflanze her. Durch das fehlende Grün der Blätter kann nur noch schwer die Photosynthese stattfinden, die für die Ausbildung der Kartoffelknollen nötig ist. Es sieht also schlecht aus mit der Ernte.

Wie Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt, ist die einfachste und sicherste Methode das Absammeln und Vernichten der Käfer, die im Frühjahr zur Eiablage in den Garten einwandern. Zumindest ist das Auffinden der Tiere nicht sehr schwer: Schüttelt man die Kartoffelpflanzen, fallen die Schädlinge wie Fallobst zu Boden. Am besten rückt man den gefräßigen Käfern aber schon im Larvenstadium zu Leibe, mit denen der Hobbygärtner genauso verfahren sollte. Auch sie müssen eingesammelt und am besten im Restmüll entsorgt werden, sonst fressen sie sich durch die Kartoffelbestände.

Noch besser wäre es, die länglichen Eier des Kartoffelkäfers zu finden und zu entfernen bzw. zu zerdrücken. Diese haben eine gelblich-orange Färbung und werden von dem Kartoffelkäferweibchen immer in größeren Gruppen auf der Blattunterseite der Pflanzen abgelegt. Diese darf man jedoch nicht mit den Eiern des nützlichen Marienkäfers verwechseln, die eher gelb sind.

Eine andere mögliche natürliche Schädlingsbekämpfung ist ein Sud aus Rainfarn, den die Kartoffelkäfer gar nicht mögen. Wenn Sie die befallene Pflanze damit besprühen, sollten die Käfer zu Boden fallen.

Wenn Sie nach den Larven oder Käfern suchen, sollten Sie auch einen Blick auf Ihre Tomaten, Paprika oder Auberginen werfen, denn auch an diesen Gemüsepflanzen fressen die Schädlinge gerne. Wer in seinem Garten eine Mischkultur im Gemüsebeet anbaut, verringert außerdem das Risiko für Schädlingsbefall.

In Costa Rica gibt es übrigens einen noch auffälligeren Käfer als den Kartoffelkäfer – die Skarabäus-Art Chrysina limbata und zugleich den wahrscheinlich coolsten Käfer der Welt. (ia)

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