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„Wieder schief“: Verschobene Fußmatte sorgt für Zoff in der Nachbarschaft

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Von: Andrea Stettner

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Bei der Fußmatte hört der Spaß auf – das dachte sich wohl ein Bewohner, der sich über seine rücksichtslosen Nachbarn ärgerte. Mit einem Zettel macht er seinem angestauten Ärger Luft.

Dröhnende Musik, trampelnde Kinder oder laute Liebespaare sorgen unter Nachbarn immer wieder für Streit. Die einen fühlen sich durch den Lärm gestört, die Betroffenen in ihrer Lebensweise eingeschränkt. Nicht selten münden solche Scharmützel in handfesten Nachbarschaftsstreits, begleitet von anonymen Zetteln, die im Treppenhaus aufgehängt werden. Doch in diesem Fall ist gar nicht Lärm der Stein des Anstoßes – sondern eine schiefe Fußmatte.

Fußmatte vor einer Wohnungstür. Eine schiefe Fußmatte im Treppenhaus sorgt für Ärger in der Nachbarschaft.
Eine schiefe Fußmatte im Treppenhaus sorgt für Ärger in der Nachbarschaft. (Symbolbild) © Waldmüller/Imago

Kurioser Zettel im Treppenhaus: Nachbar beschwert sich über schiefe Fußmatte

Twitter-User Hiob1972 postete kürzlich einen Zettel, wie man ihn so oft im Treppenhaus von Mietshäusern vorfindet. Der Grund ist reichlich kurios: „Uns ist leider aufgefallen, dass Bewohner und/oder deren Besucher beim Benutzen des Treppenhauses gegen die Fußmatte laufen, die vor unserer Wohnungstür liegt“, beklagt sich ein Nachbar. Dadurch wäre die Fußmatte schon öfters in Schieflage geraten – „Das nervt uns sehr“. Und das, obwohl „Herzlich Willkommen“ auf dem Fußabstreifer zu lesen ist. Sind etwa doch nicht alle Nachbarn willkommen?

Selbst doppelseitiges Klebeband, das die Fußmatte an Ort und Stelle hält, würde nichts nützen, um das Problem zu lösen. Deshalb fordert der Bewohner seine Nachbarn nun zur Rücksichtnahme auf – natürlich nicht nur für sich, sondern auch für andere leidtragende Bewohner: „Das wird sicher noch mehr betreffen, die sich nicht wie wir melden oder denen es noch nicht aufgefallen ist“, so die uneigennützige Botschaft.

Vielleicht wird es dann auch wieder Zeit, die Fußmatte gründlich zu reinigen – wie das geht, lesen Sie hier.

Twitter-User amüsieren sich – und machen Vorschläge

Der Streit um eine schiefe Fußmatte scheint so ganz und gar aus der Zeit gefallen zu sein. Das meinen auch die vielen Twitter-User, die sich köstlich über den Wut-Zettel amüsieren. Während die einen Leser Vorschläge machen, wie so eine Fußmatte mit härteren Mittelchen am Fußboden festgeklebt werden kann („...aber schief!“), schlägt ein User einen weiteren Plan vor: „Das hätten wir früher mit Bohnerwachs, ner alten Zeitung & Hundekacke gelöst!“. Ein anderer User sieht das ganze völlig pragmatisch: „Ich in Berlin freue mich schon, wenn sich keiner im Treppenhaus Heroin spritzt und es nicht nach Urin riecht. Die Ansprüche sinken mit der Lebensrealität“. Ob die Nachbarn des Fußmatten-Nörglers das Ganze wohl ebenso entspannt sehen?

Vor einiger Zeit sorgte sogar eine Nachbarin für Ärger, die es mit ihrem Lieblingsparfüm etwas übertrieben hat. Grund für Ärger scheint es in Mietshäusern also immer zu geben – auch wenn sie noch so nichtig sind. (as)

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