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Gartenarbeit im Mai: Drei Gehölze, die Sie jetzt unbedingt noch schneiden sollten

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Von: Andrea Stettner

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Einige Gehölze brauchen spätestens im Mai einen Zuschnitt, um kräftige Blüten zu treiben oder um in Form zu bleiben. Welche Sträucher und Bäume sind jetzt dran?

Im Mai läuft die Gartenarbeit auf Hochtouren. So können nun nach den Eisheiligen endlich alle Sommerblumen und Gemüsesorten ins Freie. Aber auch die Gartenschere kommt nicht zur Ruhe, denn nach den Frühblühern im April vertragen auch im Mai so manche Bäume und Sträucher einen kräftigen Zuschnitt. Welche Gehölze Sie jetzt für den Sommer in Form bringen müssen und mit welcher Schneidetechnik, erklären wir in der folgenden Übersicht.

Mann schneidet Hecke mit Gartenschere. Im Mai vertragen Gehölze wie der Buchsbaum einen schönen Formschnitt.
Im Mai vertragen Gehölze wie der Buchsbaum einen schönen Formschnitt. © Karen Kaspar/Imago

Gehölze schneiden im Mai: Welche Pflanzen jetzt einen Zuschnitt brauchen

  1. Rosmarin: Damit der mediterrane Halbstrauch kräftig wächst und nicht verkahlt, ist es wichtig, ihn regelmäßig zu schneiden. Der Zuschnitt erfolgt immer nach der Blüte, was je nach Region von Ende April bis Mai sein kann. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich Rosmarin auch wunderbar vermehren. Wer den Salvia rosmarinus schon im späten Winter oder Frühjahr schneiden will, kann dies natürlich tun, muss dann jedoch auf einen blühenden Strauch verzichten.
  2. Bonsai-Kiefer: In Japan sind sogenannte Gartenbonsais sehr beliebt, aber auch hierzulande finden die Formgehölze immer mehr Fans. Gartenbonsais sind etwa zwei Meter hohe Kiefern (oder andere Gehölze), deren Krone zu traumhaften Gebilden geformt ist. Damit diese nicht aus der Form gerät, müssen die frischen Austriebe jedes Jahr gestutzt werden. Am einfachsten funktioniert dies, in dem Sie die sogenannten „Kerzen“, also die frischen Triebe, mit Ihren Fingern durchbrechen. Bis Mitte Mai sind sie dafür noch weich genug, später sind sie zu stark verholzt – dann hilft nur noch die Gartenschere. Die Kiefern wirken danach jedoch oft etwas „verstümmelt“.
  3. Weigelie: Damit Sträucher wie die Weigelie weiterhin blühfreudig bleiben und nicht überaltern, ist alle zwei bis drei Jahre ein Zuschnitt nötig. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte ab etwa Mitte Mai. Dafür schneiden Sie die ältesten Äste mit einer Astschere möglichst nah über dem Boden heraus. Jedoch nur an den Stellen, an dem neue Langtriebe nachkommen – sonst verkahlt die Weigelie mit der Zeit.

Gehen Sie beim Zuschnitt jedoch behutsam vor, denn zu dieser Jahreszeit sind nur schonende Formschnitte oder Pflegeschnitte erlaubt. Wer zwischen 1. März und 30. September seine Hecken, Sträucher oder andere Gehölze radikal auf Stock setzt, dem drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Formgehölze ab Mai schneiden

Nicht nur der Gartenbonsai verträgt ab Mai einen Zuschnitt. Auch andere Formgehölze wie etwa der Buchsbaum behalten durch diese Pflegemaßnahme ihre wunderschöne Form, sei es als Kegel, Quader oder auch Spirale. Laut Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) ist der beste Zeitpunkt für Formschnitte von Mitte Mai bis Ende Juni. Mit dem Rasenmähen sollten Sie im Mai dagegen noch warten. (as)

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