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Wie muss ich meinen Obstbaum schneiden?

Sie wollen saftiges Obst erntet, dann müssen Sie Ihre Obstbäume richtig pflegen.
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Sie wollen saftiges Obst erntet, dann müssen Sie Ihre Obstbäume richtig pflegen.

Damit Ihre Obstbäume qualitativ hochwertige Früchte hervorbringen, müssen Sie diese regelmäßig zurecht schneiden. Jetzt haben Sie noch Gelegenheit.

  • Von November bis März ist Baumschnitt angesagt.
  • Ohne ihn erhalten Sie keine hochwertigen Früchte.
  • Welchen Schnitt Sie wann vornehmen müssen, erfahren Sie hier.

Freuen Sie sich auch schon auf die reichhaltigen Früchte, die im Sommer und Herbst Ihre Obstbäume schmücken werden? Dazu müssen Sie aber erst noch ein bisschen Hand anlegen. Ein hoher Ertrag geht nämlich nicht unbedingt mit einer qualitativ hochwertigen Ernte einher: Ein Baum, der viele Früchte ernähren muss, bringt meistens kleinere und weniger schmackhafte hervor. Und das kommt in der Regel vor, wenn ein Baum einige Jahre lang nicht mehr geschnitten wurde. Irgendwann vergreist das Fruchtholz dann - also die Triebe, die Blüten und Früchte tragen - und die Ernte fällt nur noch mager aus.

Das liegt daran, dass die meisten Obstgehölze die hochwertigsten Früchte an zwei- bis dreijährigen Trieben hervorbringen, wie Apfel-, Birnen- oder Pflaumenbäume. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie Pfirsich und die Sauerkirsche, die nur an einjährigen Trieben blühen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt?

Üblicherweise erfolgt der Obstbaumschnitt in den Wintermonaten von November bis März. Der richtige Zeitpunkt unterscheidet sich je nach Art des Obstbaumes. Je früher Sie im Winter anfangen, Ihre Bäume zurückzuschneiden, umso stärker treiben diese im Frühjahr wieder aus. Da vor allem Apfel, Birne und Quitte nach dem Rückschnitt stark wachsen, können Sie damit aber auch bis in den Spätwinter warten. Steinobst wird in der Regel im Sommer gleich nach der Ernte geschnitten, während nur Pfirsiche im Frühjahr beim Austrieb gekürzt werden. Ein Rückschnitt zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht zu empfehlen, da sich sonst das Wachstum des Obstbaumes verzögern könnte. Generell darf bei Temperaturen bis zu minus fünf Grad Celsius geschnitten werden.

Wie werden Obstbäume geschnitten?

Wie Sie Ihren Obstbaum schneiden müssen, hängt von verschiedensten Faktoren ab: Wollen Sie ihn als Hochstamm mit Krone oder als Spindel (schwächer wachsende Bäume unter drei Meter Endhöhe) erziehen? Wie alt ist der Obstbaum? Welche Art ist es? Zwar lassen sich viele Bäume - wie Apfel, Birne und Quitte - vergleichen, doch es gibt auch Ausnahmen.

Das Alter des Baums spielt deshalb eine wesentliche Rolle, weil es entscheidet, ob ein Pflanz-, Erziehungs-, Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt notwendig ist.

Mit dem Pflanzschnitt legen Sie fest, wie der junge Baum, beispielsweise ein Apfelbaum* mit Rundkrone, später aussieht. Dieser besteht zunächst aus einem Stamm und fünf bis sieben einjährigen Trieben. Nun müssen Sie entscheiden, welche Triebe zu Gerüstästen werden, die die tragende Struktur des Baumes bilden und immer bestehen bleiben. Einer von ihnen ist Ihr Mitteltrieb, drei andere die Seitentriebe, die im 45-Grad-Winkel zum Mitteltrieb stehen. Die übrigen Triebe schneiden* Sie ab. Die drei bleibenden Seitentriebe kürzen Sie um ein Drittel, sodass die oberste Knospe am Trieb nach außen zeigt. Der Mitteltrieb bleibt etwas länger als die Seitentriebe.

In den kommenden drei bis vier Jahren geht es an den Erziehungsschnitt, der die Krone des Baumes kräftig werden lässt. Hier werden die Gerüsttriebe um ein Drittel ihres Neuzuwachses gekürzt. Neue Seitentriebe auf den Gerüstrieben werden auf Höhe von Knospen geschnitten, die nach außen weisen. Neue einjährige Triebe, die senkrecht oder zu Konkurrenztrieben des Mitteltriebes heranwachsen, entfernen Sie, die flachen Triebe dürfen bleiben. Der Mitteltrieb selbst wird ebenfalls ein wenig gekürzt, sodass die oberste Knospe in die entgegengesetzte Richtung zeigt, wie die im Vorjahr. So stellen Sie sicher, dass der Mitteltrieb gerade nach oben verläuft.

Ab dem sechsten Jahr nehmen Sie an Ihrem Obstbaum nur noch einen Erhaltungsschnitt vor, bei dem Gerüsttriebe nicht mehr gekürzt werden. Stattdessen werden Konkurrenztriebe entfernt und vergreiste Fruchttriebe ersetzt. So sorgen Sie dafür, dass der Baum auch in den kommenden Jahren hochwertige Früchte hervorbringt und genügend Licht in die Baumkrone fällt.

Wenn Sie den Erhaltungstrieb nicht regelmäßig vorgenommen haben, wird irgendwann ein Verjüngungsschnitt fällig, bei dem Sie die vergreisten Fruchttriebe entfernen und so den Baum dazu anregen, wieder neu zu wachsen und bessere Früchte hervorzubringen.

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Obstbäume schneiden: das richtige Werkzeug

Achten Sie beim Obstbaumschnitt auf ein scharfes und sauberes Werkzeug. Damit sorgen Sie dafür, dass die Schnittfläche möglichst glatt ist, sodass sie besser verheilt und sich keine Krankheiten bilden. Für Zweige, die bis 1,5 Zentimeter dick sind, reichen meist Gartenscheren, während für dickere Äste* eine Säge oder Astschere nötig werden. Besonders praktisch ist es, wenn letztere eine Teleskopverlängerung besitzt, denn so brauchen Sie beim Baumschnitt nicht immer eine Leiter.

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Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni. © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig. © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist. © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen. © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart. © pixabay
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen. © pixabay
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen. © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten. © pixabay
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.
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Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben. © pixabay

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