Heiter bis wolkig

Wetterpflanzen: Grüne Boten, die den Regen voraussagen

Wie wird das Wetter? Ob Sonne oder Regen, Pflanzen wie die Wilde Möhre oder die Silberdistel sind gute Wetterpropheten und machen den Meteorologen Konkurrenz.

München – Manchmal sind Pflanzen die verlässlicheren Meteorologen, möchte man meinen. Sie öffnen oder schließen ihre Blütenköpfe und schon weiß man, woher der Wind weht. Oder? Zumindest was den Regen betrifft, machen Pflanzen wie die Wilde Möhre oder die Silberdistel eine gute Wettervorhersage und verraten einem, ob man die Gießkanne erstmal stehen lassen kann.

Pflanzen sagen das Wetter voraus: Wird es Sonne oder Regen geben?

Die Wilde Möhre (Daucus carota) schließt bei Regen ihre Dolden mit Samen. (Symbolbild)

Pflanzen sind in puncto Wetter oftmals sehr sensibel. Wenn die Temperatur schwankt oder sich die Luftfeuchtigkeit ändert, passen sich viele in ihrer Duftintensität oder Blütenausrichtung an und gelten so als recht zuverlässige Wetterpropheten. Mit dieser Veränderung schützen sie zum Beispiel ihre Blüten beziehungsweise Samenstände.

Wenn Sie wissen möchten, wie das Wetter wird, sollten Sie diese Pflanzen im Auge behalten:

  • Wilde Möhre: Wenn die Pflanze schon Samendolden ausgebildet hat, biegt sie diese nach innen, sobald Regen droht.
  • Königskerze: Sie wird auch Wetterkerze genannt. Schauen die Blüten der Königskerze nach Osten oder Westen? Im Osten stehen die Zeichen auf Sonne, der Blick nach Westen lässt Regen erahnen.
  • Kapkörbchen: Geschlossene Blüten signalisieren: Es wird Regen geben.
  • Wetterdistel: Die Silberdistel ist legendär als Wetterprophet. Sogar in getrocknetem Zustand sollen geschlossene Blüten Regenschauer oder Gewitter verkünden.
  • Frauenmantel: Kleine Wasserperlen an den Blatträndern deuten auf Regen hin. Wenn der Frauenmantel im Garten jedoch Wassertropfen auf der Blattoberfläche bildet, lassen diese auf Sonne hoffen.
  • Ringelblumen: Bei erhöhter Luftfeuchtigkeit schließen die Blumen in der Regel ein paar Stunden vor dem Regen ihre Blüten.
  • Wiesenklee: Wenn er sein Blütenköpfchen hängen lässt, könnte es Regen geben. Köpfchen in die Höh`? Dann bleibt es die nächsten Stunden erstmal schön.
  • Sauerklee: das Wettersensibelchen. Je mehr die Blätter eingefaltet sind, desto näher ist der Regen. Es könnte aber auch sein, dass dem Klee sehr heiß ist, dann reduziert er so die Oberfläche für die Verdunstung. 
  • Linden: Es duftet intensiv nach Lindenblüten? Halten Sie den Regenschirm parat.
  • Birken: Wenn sich die Luftfeuchtigkeit erhöht, riechen Birken zunehmend würziger.

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Pflanzen als Wetterboten: Auch Pflanzen benötigen Wetterschutz

Zumindest für ein paar Stunden im Voraus sind Wetterpflanzen ein guter Indikator. Bezüglich der nächsten Tage sollten Sie doch lieber den Meteorologen vertrauen. Nicht zu verwechseln ist die Wettervorhersage der Pflanzen mit Blumen, die ihre Blüten immer zu der gleichen Tageszeit öffnen oder schließen – dazu zählt zum Beispiel die Mittagsblume.

Auch wenn Blumen das Wetter manchmal vorhersagen, sind sie dem oft wehrlos ausgesetzt. Daher sollten Sie die Pflanzen vor allem im Frühling schützen, wenn starke Wetter- und Temperaturschwankungen drohen. Kräftige Schauer hingegen machen den meisten Blumen nichts aus, vor allem Fuchsien und Hängegeranien sind ziemlich regenfeste Pflanzen.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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