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Wichtiges Datum für den Garten: Wann ist die Schafskälte 2022?

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Von: Andrea Stettner

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Zur Zeit der Schafskälte müssen Hobbygärtner mit einem letzten Kälteeinbruch vor dem Sommer rechen. Wann findet das Wetterphänomen 2022 statt?

Die Schafskälte spielt im Gartenbau und auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Zahlreiche Bauernregeln ranken sich um letzten kalten Tage des Frühjahrs, bevor der Sommer so richtig loslegt. Doch was hat es damit auf sich – und an welchem Datum müssen Hobbygärtner mit der Schafskälte rechnen?

Schaf bei Frost auf der Weide. Zur Zeit der Schafskälte müssen Gartenfreunde mit einem heftigen Kälteeinbruch rechnen.
Zur Zeit der Schafskälte müssen Gartenfreunde mit einem heftigen Kälteeinbruch rechnen – auch Frost ist möglich. © blickwinkel/Imago

Was ist die Schafskälte?

Als Schafskälte wird ein regelmäßig wiederkehrender Kälteeinbruch im Juni bezeichnet, bei dem die Temperaturen um fünf bis zehn Grad sinken. Ihren Namen verdankt sie den Schafen, die früher zu dieser Zeit geschoren wurden. Weil die plötzlich eintretende Kälte jedoch gerade für die Lämmer gefährlich werden kann, werden die Tiere inzwischen erst gegen Ende des Monats geschoren.

Typisch für dieses Wetterphänomen sind neben kalten Temperaturen auch wechselhaftes Wetter sowie häufige Regenschauer, weshalb die Schafskälte auch als „europäischer Sommermonsun“ bezeichnet wird. Wie Sie Ihren Garten vor Überschwemmung schützen, lesen Sie hier*. Vor allem Deutschland und Österreich sind vom Kälteeinbruch betroffen, insbesondere die Alpenregion und Hochlagen. Hier kann die Schafskälte sogar noch einmal Schnee von bis zu 50 cm bringen.

Die Schafskälte gilt genau wie die Eisheiligen oder Siebenschläfer als sogenannte meteorologische Singularität – also ein Wetterphänomen, das fast jedes Jahr im selben Zeitraum erfolgt. Meteorologen haben bestätigt, dass zur Zeit der Schafskälte mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 80 Prozent mit unterdurchschnittlichen Temperaturen zu rechnen ist.

Wann ist die Schafkälte 2022?

Das Wetter hält sich zwar nicht an ein bestimmtes Datum, jedoch tritt die Schafskälte typischerweise in der ersten Junihälfte auf. Hobbygärtner und Landwirte müssen zwischen dem 4. und 20. Juni mit dem Wetterphänomen rechnen. In Bauernkalendern galt der 11. Juni (der Tag des Barnabas) als offizieller Beginn. Der Kälteeinbruch findet jedoch nicht jedes Jahr statt. Früher trat die Schafskälte tatsächlich noch häufiger auf. Seit einigen Jahren sinkt die Wahrscheinlichkeit jedoch, aufgrund der Erderwärmung und des Klimawandels.

Bauernregeln zur Schafskälte

Rund um die Zeit der Schafskälte ranken sich zahlreiche Bauernregeln:

Was müssen Hobbygärtner an den Tagen der Schafskälte beachten?

Obwohl sich zahlreiche Bauernregeln und Mythen mit der Zeit der Schafskälte beschäftigen, müssen Hobbygärtner meist keine schlimmen Auswirkungen auf ihr Obst und Gemüse fürchten. Temperaturen von neun bis zehn Grad schaden den meisten Pflanzen im Garten nicht. „Die Schafskälte wird für Pflanzen erst bei Minusgraden und Frost gefährlich“, berichtet Reiner Höpken, Vorsitzender des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner im Zentralverband Gartenbau (ZVG) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Besonders Sommerpflanzen, die nicht aus Europa kommen, sind dann gefährdet.“

Gartenfreunde müssen also vor allem auf wärmeliebende oder exotische Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zitronenbäumchen oder Basilikum ein Auge werfen und sie erst nach der Schafskälte ins Freie stellen. Alternativ müssen Sie sie vor Frost schützen. Kübelpflanzen stellen Sie dafür am besten in ein Gartenhaus oder schützen sie mit Wellpappe vor eisiger Witterung. Beete decken sie einfach mit einem Vlies oder Reisig ab. Obstbäumen macht ein später Frost im Juni übrigens nicht mehr zu schaffen.(as)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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