Schnecken sind im Garten ungebetene Gäste

Dieses Ungeziefer besser nicht töten – das Bußgeld kann übel werden

Schnecken gelten besonders für Gärtner als Ungeziefer. Doch töten sollte man besonders einige Arten auf gar keinen Fall. Horrende Bußgelder drohen in diesem Fall.

Sie sind ein Albtraum für viele Gärtner: Schnecken. Schließlich können den gefräßigen Weichtieren schnell Pflanzen und liebevoll aufgezogene Ernte zum Opfer fallen. Klar, dass da für viele nahe liegt, die kleinen Tiere schnellstmöglich und langfristig vom eigenen Garten fernzuhalten. Dabei sollte man aber nicht nur aus Gründen des Tierschutzes nicht mit aggressiven Methoden vorgehen. Denn wer bestimmte Arten tötet, dem droht ein horrendes Bußgeld, wie echo24.de* berichtet.

Gerade wenn das Wetter, wie in diesem Sommer geschehen, vielerorts extrem nass* ist, lockt das Schnecken an die Oberfläche und in die Gärten. Dort finden sie reichlich zu fressen. Zum Leidwesen vieler Gärtner lieben einige Arten besonders frisches Grün. Sie bedienen sich an Salatköpfen, Kohl oder auch Erdbeerpflanzen, aber auch Kräuter wie Basilikum oder Petersilie stehen auf ihrem Speiseplan.

Schnecken im Garten: Diese Tiere auf keinen Fall töten - es wird teuer

Wichtig ist, grundsätzlich zu unterscheiden: Schädlich für den Garten sind hauptsächlich sogenannte Nacktschnecken - ihre Verwandten mit Haus fallen laut Naturschutzbund (NABU) „als Schädlinge praktisch nicht ins Gewicht“. Im Gegenteil: Sie können im Garten sogar nützlich sein, weil sie als Abfallpolizei dienen und auch tote Pflanzenteile oder Tiere vertilgen.

Außerdem sind bestimmte Häuserschnecken besonders geschützt. Wer sie stört oder sie gar tötet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Dasselbe gilt übrigens für bestimmte Insekten. Und darauf stehen in Deutschland - je nach Bundesland - horrende Strafen. Bußgelder zwischen 5.000 Euro in Rheinland-Pfalz und 65.000 Euro in Brandenburg können fällig werden, wenn gegen folgende Arten vorgegangen wird:

  • Weinbergschnecke
  • Nordische Purpurschnecke

Schnecken im Garten: Bestimmte Arten auf keinen Fall töten - horrendes Bußgeld

Weinbergschnecken dürfen auch nicht zu Verzehrzwecken gesammelt werden. Auch darauf stehen die hohen Strafen. Damit es nicht, wie auch bei diesem Schädling teuer wird, sollten Gärtner lieber versuchen, Schnecken im Falle einer Plage auf sanfte Weise loszuwerden. Dabei können Weinbergschnecken beispielsweise sogar helfen - denn sie fressen die Eier von Nacktschnecken.

Am besten aber macht man Schnecken das Leben von Anfang an schwer. Wer einen naturnahen Garten besitzt, der erhöht die Chance, dass natürliche Fressfeinde den Weg hinein finden. Amseln, Elstern oder auch Kröten und Spitzmäuse freuen sich über den Schnecken-Snack.

Schnecken: So kann man sie im Garten bekämpfen

Auch bestimmte Vorbereitungen können helfen. Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Schneckenzäune. Allerdings brauchen diese Platz und sind nicht ganz günstig. Dafür schützen sie Gemüse und Salate äußerst effektiv vor den Weichtieren - aber nur, wenn Tiere innerhalb der Zäune konsequent vorab eingesammelt werden.

Sollten die Schnecken ohne solche Maßnahmen Überhand nehmen, kann helfen, die Pflanzen nicht flächendeckend sondern punktuell zu gießen oder Kalk zu streuen. Beides sorg für Trockenheit - und die mögen die Schädlinge gar nicht. Auch ausgestreuter Kaffee oder dessen Satz soll gegen die Weichtiere helfen. Laut NABU gibt es zum Leidwesen der Gärtner allerdings keine Garantie, dass solche Mittel auch wirklich helfen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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