Richtig waschen

Wie sinnvoll sind Kurzwaschprogramme wirklich?

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Die Kurzwäsche wird immer beliebter bei Verbrauchern - doch ist sie wirklich sinnvoll?

Kurzwaschprogramme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit unter Verbrauchern. Doch waschen sie die Kleidung wirklich gründlich? Und verbrauchen sie tatsächlich weniger Strom?

Bei der Vielzahl an Waschprogrammen mit denen moderne Waschmaschinen heutzutage daher kommen, verlieren Verbraucher schnell einmal den Überblick. Von Kochwäsche bis Feinwasch- und Eco-Programm ist die Auswahl groß. Doch vor allem Kurzwaschprogramme tun es den Verbrauchern mittlerweile an. Schließlich reinigt man seine Wäsche innerhalb kürzerer Zeit genauso effektiv - oder nicht?

Wie funktioniert das Kurzwaschprogramm?

Beim Kurzwaschprogramm reinigt die Waschmaschine die Wäsche mit einer verkürzten Laufzeit von rund 15 Minuten. Das heißt, die einzelnen Waschschritte werden beschleunigt durchgeführt, um schneller fertig zu werden. Für Verbraucher, die nur wenig Zeit oder Geduld für ihre Wäsche haben, ist das das perfekte Programm. Allerdings wird die Kleidung darin nicht so sauber, wie viele vielleicht annehmen.

Kurzwaschprogramme: Darum ersetzen sie nicht die Standardprogramme

Die meisten Hersteller empfehlen sogar in ihren Bedienungsanleitungen, das Kurzwaschprogramm nur bei leicht verschmutzter Wäsche zu verwenden. Dazu gehört in etwa verschwitzte oder müffelnde Kleidung, die ansonsten sauber ist.

Tatsächliche Flecken, Hautschüppchen und Talgrückstände entfernt das Kurzwaschprogramm jedoch nicht zuverlässig, wie unter anderem der Hersteller LG auf seiner Website schreibt. Ein Test von zehn Waschmaschinen durch das britische Portal Which ergab ebenfalls, dass die Geräte die Kleidung beim Kurzwaschprogramm nur halb so gut reinigten, als im Standardprogramm.

Außerdem soll im Kurzwaschprogramm weniger Kleidung in die Trommel gelegt werden, als bei normalen Waschprogrammen. Allein deshalb kann das Kurzprogramm bei Familien zum Beispiel nicht die anderen Waschprogramme ersetzen.

Auch interessant: Was Sie beim Waschen der Bettwäsche wissen sollten.

Warum reinigt das Kurzwaschprogramm die Wäsche nicht effektiv genug?

Das liegt wiederum an der verkürzten Waschdauer. Das Waschmittel und die darin enthaltenen Enzyme haben in 15 Minuten einfach nicht genug Zeit, um die wirklich hartnäckigen Flecken zu entfernen.

Spart man beim Kurzwaschprogramm wirklich Strom?

Es klingt erstmal plausibel: Wenn das Waschprogramm kürzer ist, wird weniger Strom verbraucht. Allerdings liegen Verbraucher mit diesem Gedanken daneben. Tatsächlich sparen Sie bei einem längeren Waschprogramm an Strom!

Grund für den erhöhten Stromverbrauch beim Kurzwaschprogramm ist nämlich ebenfalls die verkürzte Waschdauer. Sie verlangt mehr Energie, um in weniger Zeit gute Ergebnisse zu erzielen. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk vergleicht Werner Scholz vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) es mit einer Autofahrt: "Wer eine Strecke von 100 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fährt, braucht deutlich mehr Sprit als bei Tempo 50 für dieselbe Strecke. Dafür dauert die Fahrt halt länger."

Das Kurzprogramm eignet sich also tatsächlich nur für diejenigen, die aus mangelnder Zeit die Wäsche schnell erledigen müssen oder die Kleidung einfach nur auffrischen wollen. 

Hätten Sie's gedacht? Was Sie mit Spülmaschinen-Tabs noch reinigen können.

Welches Programm eignet sich statt der Kurzwäsche?

Wer energiesparend und trotzdem effektiv waschen will, sollte das Eco-Programm verwenden, wie die Initiative HAUSGERÄTE+ erklärt. Es dauert zwar teilweise zwei bis vier Stunden bis die Wäsche fertig ist, allerdings läuft die Maschine dann nur für kurze Zeit auf hoher Temperatur - und gerade das Erwärmen des Wassers kostet viel Energie.

Erfahren Sie hier sieben Tricks zum Waschen, die Sie noch nicht kannten.

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?  © pixabay
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.  © pixabay
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült.  Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig.  © pixabay
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden.  © pixabay
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel.  © pixabay
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung.  © pixabay
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine.  © pixabay
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche.
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche.  © pixabay
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche, doch er kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche, doch er kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler.  © pixabay
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