Nicht an die gleiche Stelle

So ersetzt man einen alten Obstbaum im Garten

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Manchmal ist es notwendig einen neuen Apfelbaum zu pflanzen, wenn der alte so gut wie keine Früchte mehr trägt. Foto: Friso Gentsch

Wenn ein alter Obstbaum kaum noch Früchte hervorbringt, wird es unter Umständen Zeit ihn zu ersetzen. Doch ist es gut, den neuen Baum am Standort seines Vorgängers zu pflanzen? Und was gibt es bei der Wahl des Baumes sonst noch zu beachten?

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Wer im Garten einen alten Obstbaum ersetzen will, sucht für die Neupflanzung idealerweise einen anderen Standort. Am besten eignet sich ein Platz, an dem der Boden nicht von einem vorher dort stehenden Obstbaum ausgelaugt ist.

Das gilt insbesondere für klein wachsende Bäume. "Denn deren Wurzeln breiten sich meist weniger stark aus als beispielsweise bei Bäumen mit einer großwüchsigen Unterlage", erklärt Hubert Siegler, Obstbaumfachmann der Bayerischen Gartenakademie.

Als Unterlage oder auch Veredlungswurzel bezeichnen Experten den unteren Abschnitt eines Obstbaumes - also die Wurzeln und einen Teil des Stammes, auf den eine Obstsorte zur Veredelung aufgesetzt wird.

Ist das Pflanzen des neuen Baumes an einem anderen Standort aus Platzgründen nicht möglich, sollten Hobbygärtner die Obstart wechseln. "Pflanzen Sie also nicht wieder einen Apfelbaum an die gleiche Stelle, sondern beispielsweise einen Birnen- oder Kirschbaum", rät Siegler. Die neue Art findet sich besser zurecht.

Bevor man einen Obstbaum kauft, sollte man sich bei der Baumschule außerdem erkundigen, wie stark die Unterlage wächst. Als Faustregel gilt: Je älter und größer ein Obstbaum ist, desto stärker wachsen seine Wurzeln und desto besser ist seine Versorgung. "Bäume mit starker Unterlage vertragen das Nachpflanzen am gleichen Standort besser", sagt der Obstbaumfachmann.

Stehen Baumart und -sorte fest, müssen Hobbygärtner den alten Baum sowie möglichst viele seiner Wurzeln entfernen. Anschließend graben sie für den neuen Baum ein größeres Loch. "Heben Sie mindestens den dreifachen Umfang des neuen Wurzelballens sowie die doppelte Tiefe aus", rät Siegler.

Außerdem empfiehlt er vor dem Pflanzen die Erde im Pflanzloch zu lockern und aufzubereiten. "Dafür nehmen Sie am besten Erde aus dem Garten sowie torffreies Pflanzsubstrat und Komposterde." Diese Bestandteile sollte man gut vermischt in die großzügige Pflanzgrube geben und beim Pflanzen zwischen den Wurzeln einfüllen.

LWG: Birnensorten für den Garten

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