Anleitung

Stachelbeeren schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Reife Stachelbeeren hängen an einem Strauch zur frühen Sommerzeit.
+
Reife Stachelbeeren hängen an einem Strauch.

Stachelbeeren sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, um jedes Jahr eine reiche Ernte zu erhalten. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier.

Johannisbeere oder Brombeere* sind Klassiker unter den Beerensträuchern, doch auch die Stachelbeere ist nicht zu verachten. Sie sind dank reichlich Vitamin C und A sowie Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor äußerst gesund und deshalb eine gute Wahl für den heimischen Garten. Damit die Ernte jedes Jahr so gut wie möglich ausfällt, sollte der Stachelbeerenstrauch jedes Jahr mit einem Schnitt gepflegt werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Stachelbeeren zu schneiden?

Es gibt unterschiedliche Gründe, um die Stachelbeere zurückzuschneiden. Zum Beispiel dient ein Erziehungsschnitt in den ersten beiden Jahren dazu, dass der Strauch einen übersichtlichen Aufbau erhält. Dieser findet in der Regel im Frühjahr nach der Pflanzung oder direkt am Pflanztag statt. Viel öfter kommt es aber zum Erhaltungsschnitt, der ab dem dritten Standjahr durchgeführt wird: Er dient dazu, das junge Holz zu fördern und wird im Frühjahr zwischen Februar und Anfang März vorgenommen. Ältere Beerensträucher hingegen benötigen einen Verjüngungsschnitt, der ebenfalls im Frühjahr stattfindet. Alternativ können die beiden Schnitte auch direkt nach der Ernte vorgenommen werden.

Junge Stachelbeere: Anleitung für den Erziehungsschnitt

Beim ersten Erziehungsschnitt suchen Sie sich vier bis sechs kräftige Triebe aus und kürzen diese um ein Drittel ein. Alle anderen Triebe schneiden Sie direkt über dem Boden ab – es sollen keine Stummel zurückbleiben. Im zweiten Jahr gehen Sie genauso vor und lassen drei oder vier weitere kräftige Neuaustriebe stehen, sodass Sie insgesamt circa acht gute Triebe haben.

Auch interessant: So stutzen Sie Rote und Weiße Johannisbeeren richtig zurecht.

Erhaltungsschnitt: So schneiden Sie die Stachelbeere zurück

Ab dem dritten Standjahr geht es darum, dass die Pflanze ausgelichtet und junges Holz gefördert wird. Alles, was alt ist, wird hingegen entfernt – dazu zählen alle Triebe, die älter als fünf Jahre sind. Sie erkennen sie an der meist dunkleren Rinde. Zudem werden alle Triebe, die nach innen oder zu dicht stehen, weggeschnitten. Seitentriebe kürzen Sie am unteren Drittel der Pflanze ein. Die besten Früchte wachsen in der Regel an den Enden der älteren Haupttriebe oder an einjährigen Seitentrieben – diese sollten Sie daher stehen lassen. Zudem sollten Sie Haupttriebe alle drei bis sechs Jahre vom Boden aus erneuern. Ziehen Sie also davor schon Ersatztriebe heran; alle übrigen Bodentriebe können Sie entfernen.

Stachelbeer-Hochstamm: Wie schneide ich ihn?

Im Gegensatz zum Strauch reicht beim Hochstamm ein Grundgerüst von vier bis sechs Haupttrieben. Alte Triebe, die bereits im Ertrag nachlassen und nach unten hängen, kürzen Sie im Frühjahr um die Hälfte zurück. Ältere, aber aufrechte Triebe schneiden Sie direkt am Kronenansatz ab, wie das Portal Mein Schöner Garten informiert. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Wann und wie werden Strauchrosen geschnitten?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Quitten: So gesund sind die gelben Früchte aus dem Garten
Wohnen

Quitten: So gesund sind die gelben Früchte aus dem Garten

Quitten haben im Herbst Saison und sind dann regional oder aus dem Garten verfügbar. Die unscheinbaren gelben Früchte sind gesund und lecker.
Quitten: So gesund sind die gelben Früchte aus dem Garten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.