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Kurz- oder Eco-Programm der Waschmaschine: Was verbraucht weniger Strom?

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Von: Andrea Stettner

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Eco-Programme sollen besonders wenig Strom verbrauchen, brauchen aber länger. Ist ein Kurzprogramm nicht ratsamer?

In Zeiten steigender Energiepreise versuchen derzeit viele Menschen, Strom zu sparen. Gerade beim Wäschewaschen bietet es sich an, genau auf die Einstellungen zu achten. So spielt nicht nur die Waschtemperatur eine entscheidende Rolle für den Stromverbrauch, sondern auch das Waschprogramm selbst.

Stromverbrauch unterschiedlich je nach Waschprogramm

Die Anzahl an Waschprogrammen kann ganz schön verwirrend sein, sei es der Pflegeleicht-, Jeans- oder Kurz-Waschgang. Sie alle sind hinsichtlich Waschdauer, Temperatur und Schleuderzahl auf die jeweilige Sorte Wäsche abgestimmt. Deshalb sind die Unterschiede beim Stromverbrauch teils enorm.

Waschmaschine mit Knopf Expresswäsche. Viele wählen bei der Waschmaschine den Kurzwaschgang, in der Hoffnung, weniger Strom zu verbrauchen.
Viele wählen bei der Waschmaschine den Kurzwaschgang, in der Hoffnung, weniger Strom zu verbrauchen. © Joko/Imago

Eco-Programm spart Strom beim Wäschewaschen

Wer besonders viel Strom sparen möchte, sollte auf das Eco-Programm setzen. Laut Ökostest verbraucht das Eco-Programm rund halb soviel Energie wie ein Normalprogramm. Und das, obwohl die Laufzeit im Eco-Programm oft mehr als drei Stunden beträgt. Der Grund ist relativ simpel: „Bei längerer Waschzeit arbeitet die Maschine nur kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ gegenüber dem Portal Energie-tipp.de. Da kann selbst ein Kurzprogramm nicht mithalten.

Kurzprogramme benötigen mehr Energie zum Aufheizen

Obwohl Kurzprogramme oft nur 30 Minuten für einen Waschgang benötigen, verbraucht das Schnellprogramm mehr Strom als der langsame Eco-Modus. Das Kurzprogramm muss nämlich innerhalb kürzester Zeit viel Energie aufbringen, um auf die nötige Waschtemperatur zu gelangen. Das ist wie beim Autofahren: „Wer schnell mit dem Auto unterwegs ist, verbraucht mehr Sprit.“ erklärt Energie-tipp.de das Prinzip. Für stark verschmutze Kleidungsstücke eignet sich das Kurzprogramm ohnehin nicht – die Zeit reicht schlicht nicht aus, damit das Waschmittel seine volle Reinigungskraft entfalten kann. Im Eco-Modus hat das Waschmittel dagegen extra lange Zeit, um Flecken den Garaus zu machen.

Auch an anderen Orten im Haushalt lässt sich kräftig Strom sparen. Prüfen Sie zum Beispiel Ihren Kühlschrank auf die richtigen Einstellungen und den richtigen Standort. Letztere können für den Stromverbrauch entscheidend sein. Heimliche Stromfresser in der Wohnung finden Sie mit der richtigen Methode.

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