Mit etwas Geduld

Tapete vor dem Ablösen gut einweichen

Vliestapete
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Vliestapete kann man meist einfach von der Wand abziehen - bei Papiertapeten braucht es oft etwas mehr Geduld und Fingerspitzengefühl.

Bei Vliestapeten ist es einfach - die obere Schicht lässt sich trocken meist am Stück abziehen. Doch bei einer Papiertapete braucht es etwas mehr Geduld und Vorbereitung, um sie von der Wand zu lösen.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wie man eine Tapete von der Wand ablösen kann, hängt von ihrem Material ab. Besonders leicht funktioniert das bei Vliestapeten. Sie sind spaltbar - bestehen also aus zwei Schichten. Die obere Schicht lässt sich trocken ganz einfach am Stück abziehen, so Karsten Brandt vom Deutschen Tapeten-Institut.

Brandt empfiehlt: Am besten zieht man am unteren Ende rechts und links gleichzeitig an den Ecken die Tapete nach oben weg. Die untere Schicht bleibt als dünner Makulaturgrund auf der Wand kleben - und kann anschließend wieder neu tapeziert oder gestrichen werden.

Sollte die untere Schicht Blasen werfen, beschädigt sein oder nicht mehr gut haften, muss man sie vor den nächsten Arbeitsschritten ganz entfernen. Dabei behandelt man sie wie Papiertapeten.

Alte Papiertapeten mit Wasser und Löser entfernen

Bevor man Papiertapeten von der Wand abkratzt, sollte man sie einweichen - am besten mit warmem Wasser und Tapeten-Ablöser. Das Gemisch trägt man großzügig und großflächig mit einem Quast oder einer Kleisterbürste auf, rät Brandt. Sein Tipp: Vorher unbedingt den Boden abdecken.

Das Ganze muss man mindestens fünf bis zehn Minuten einwirken lassen, bevor man den Vorgang wiederholt. Etwas Fingerspitzengefühl könne nicht schaden, um große Teile am Stück zu entfernen, so Brandt.

Es braucht etwas Geduld: Viele machen den Fehler, dass sie zu früh versuchen die Tapete abzukratzen, anstatt das Wässern und Weichen so oft zu wiederholen, bis die alte Tapete sich einfach von der Wand ablösen oder abkratzen lässt, erläutert Brandt.

Tapetenigel und Spachtel können helfen

Damit das Wasser besser einwirkt, kann man einen sogenannten Tapetenigel verwenden, auch Nagelwalze genannt. Er perforiert die Oberfläche der Tapete. Das hilft dabei die Oberfläche zu durchdringen und den Kleister zu lösen - insbesondere bei waschbeständigen Tapeten oder auch bei Raufaser, die oft viele Farbschichten haben.

Falls noch Klebereste übrig bleiben, sollte man diese mit dem Spachtel entfernen. Löcher in der Wand sollte man mit Gipsspachtel schließen und glatt schleifen - erst dann die Wand weiter bearbeiten.

© dpa-infocom, dpa:210525-99-733773/2

Ein Tapetenigel durchlöchert die Oberfläche der Tapete - so kann das Wasser besser eindringen und den Kleister lösen.
Wer eine Wand neu tapezieren oder streichen will, muss die Wände vorher gut vorbereiten - also die alte Tapete vorsichtig ablösen.
Bei Vliestapeten ist die oberste Schicht einfach abziehbar - Papiertapeten muss man vorher gut einweichen.

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