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So ziehen Sie ganz einfach Tomaten auf der Fensterbank vor

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Leckere Tomaten können Sie auch bei sich Zuhause vorziehen.

Da Tomaten sehr kälteempfindlich sind, macht es Sinn, diese im Warmen vorzuziehen. Wann der richtige Zeitpunkt ist und welcher Standort sich eignet, erfahren Sie hier.

  • Tomaten gehört zum beliebtesten Gartengemüse.
  • Da die Pflanzen kälteempfindlich sind, sollten sie vorgezogen werden.
  • Hier erfahren Sie, worauf Sie bei Standort und Zeitpunkt achten müssen.

Sie wollen im Sommer leckere Tomaten aus dem Eigenanbau genießen? Dann fangen Sie am besten schon früh an - besonders, wenn Sie das Gemüse selbst säen wollen. Anstatt die Samen nämlich direkt ins Freiland zu pflanzen, können Sie diese auch schon im Warmen vorziehen und so verhindern, dass die Kälte den Jungpflanzen an den Kragen geht. Wie Sie dabei vorgehen und was es dazu zu wissen gibt, haben wir für Sie zusammengefasst.

Welche Tomatensorten eignen sich zum Vorziehen?

Das Gute am Vorziehen eigener Pflanzen - im Gegensatz zum Kauf von Jungpflanzen im Handel - ist, dass Sie eine umfassendere Auswahl an Sorten haben. Zudem sind die Samen günstiger als vorgezogene Pflanzen. Bei samenfesten Sorten können Sie die selbstgewonnenen Samen obendrein benutzen, um daraus neue Pflanzen zu säen*. Der Vorteil von samenfesten Sorten ist, dass ihre Nachkommen die gleichen Eigenschaften besitzen wie die Stammpflanze. Bei Hybrid-Züchtungen aus dem Supermarkt kann die nächste Generation plötzlich ganz andere Eigenschaften vorweisen als die Mutterpflanze.

Wann können Tomaten vorgezogen werden?

Der richtige Zeitpunkt zum Vorziehen der Tomaten hängt vom geplanten Standort* ab. Wenn Sie die Jungpflanzen auf dem Fensterbrett abstellen wollen, ist Anfang bis Mitte März ein guter Zeitpunkt. Wenn Sie die Tomaten im Gewächshaus vorziehen, wählen Sie am besten einen Termin von Mitte März bis Mitte April und falls es sich um ein beheiztes Gewächshaus handelt, sogar schon Mitte bis Ende Februar

Richtiger Standort um Tomaten vorzuziehen: Diese Temperatur braucht es

Die Fensterbank ist für die meisten die bequemste und auch eine sehr gute Lösung für das Vorziehen von Tomaten. Hier sind sie nämlich vor Witterung geschützt, erhalten viel Licht und haben es schön warm - besonders wenn Sie eine Fensterbank wählen unter der sich eine Heizung befindet. Die Temperaturen sollten zwischen 20 und 24 Grad liegen.

Auch interessant: Zu diesem Zeitpunkt sollten Tomaten-Triebe wirklich entfernt werden.

Tomaten vorziehen: Darauf sollten Sie beim Substrat achten

Um Tomaten vorzuziehen, braucht es ein lockeres, humusreiches, aber nährstoffarmes Substrat. Achten Sie auch darauf, dass es keimfrei ist, damit die jungen Pflanzen es nicht mit einem Pilzbefall zu tun bekommen. Wenn Sie Erde selbst mischen, sollte diese deshalb bei 100 Grad im Backofen steril gemacht werden. Außerdem sollten Sie die Erde - falls Sie zuvor im Schuppen oder Keller gelagert wurde-, noch vor der Aussaat ins Haus geholt werden, damit sie Zimmertemperatur annehmen kann.

Anzuchtplatten, Töpfe oder Eierkarton: So ziehen Sie Tomaten richtig vor

In Sachen Aussaatgefäße haben Sie eine große Auswahl: Anzuchtplatten mit einzelnen Kammern, flache Schalen mit Wasserabzug oder Eierkartons eignen sich gleichermaßen für die Aufgabe. Falls Sie recht große Tomatensamen gewählt haben, kann es auch ein kleiner Topf sein. So gehen Sie nun vor:

  • Füllen Sie die Gefäße bis zum Rand mit Substrat auf und drücken Sie es leicht mit der Hand an.
  • Gießen Sie vor der Aussaat die Erde leicht an.
  • Verteilen Sie gleichmäßig (Abstand von drei Zentimeter) und einzeln die Samen im Gefäß.
  • Dunkelkeimer bedecken Sie mit einer dünnen Schicht Anzuchterde. Lichtkeimer werden nur angedrückt.

Nach der Aussaat müssen die Tomatensamen gut gepflegt werden. Hier eine Anleitung:

  • Decken Sie das Gefäß mit einer Folie oder einer Glasplatte ab.
  • Nehmen Sie täglich die Abdeckung ab, um die Luft zirkulieren zu lassen.
  • Halten Sie die Erde stets feucht, aber nicht nass.

Wenn die Keimung erfolgt ist, sollten Sie die Glasplatte von den Pflanzgefäßen herunternehmen. Eine Folie können Sie noch eine Weile weiterverwenden. Wie Sie die Tomaten später anpflanzen, erfahren Sie hier.

Lesen Sie auch: Auf diese Dinge müssen Sie beim Pikieren der Tomaten achten.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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