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Nebenkosten, Strom, Heizöl: Mit diesen Kosten müssen Mieter wegen des Ukraine-Konflikts rechnen

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Von: Andrea Stettner

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Die Preise für Heizöl, Gas oder Strom kennen derzeit nur eine Richtung – nach oben. Experten erklären, mit welchen Kosten Mieter im Herbst rechnen müssen.

Im Herbst 2022 könnte vielen Mietern ein böses Erwachen drohen – dann wird die Nebenkostenabrechnung* für 2021 fällig. Schon im letzten Jahr trieb die Inflation die Preise für Heizöl, Gas und Strom in die Höhe, der Ukraine-Konflikt* dreht nun kräftig weiter an der Preisspirale. Mit welchen Kosten müssen Mieter rechnen?

Geldscheine. Wegen des Ukraine-Konflikts steigen die Preise für Strom, Gas, Öl. Auf Mieter kommen höhere Nebenkosten zu.
Wegen des Ukraine-Konflikts steigen die Preise für Strom, Gas und Öl. Auf Mieter kommen deshalb höhere Nebenkosten zu. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa

Heizöl-Kosten: 360 Euro mehr pro 1.000 Liter als im Vorjahr

Welche Mehrkosten auf Mieter zukommen können, wird am Beispiel von Heizöl deutlich. So kostete laut einem Bericht von Focus Online der Liter Heizöl Anfang 2021 noch 55 Cent, im Oktober 2021 waren es 91 Cent und inzwischen beläuft sich der Heizölpreis auf über einem Euro. Das macht bei 1.000 Litern einen Mehrpreis von 360 Euro aus. „Wer im Herbst 2021 250 Euro an Heizkosten draufgezahlt hat, muss 2022 mit Nachzahlungen von bis zu 600 Euro rechnen“, heißt es im Fallbeispiel weiter.

Diese Mehrkosten müssen dann im Herbst innerhalb von zwei Wochen an den Vermieter oder die Vermieterin überwiesen werden. Wer das nicht stemmen kann, dem raten Verbraucherexperten, sich jetzt schon jeden Monat eine gewisse Summe zurückzulegen. Wer versucht, Heizöl zu sparen, kann seine Kosten für 2022 eventuell senken.

Vermieter können Vorauszahlungen erhöhen

„Der Vermieter kann die Summe der monatlichen Vorauszahlungen erhöhen, wenn dem Mieter durch die gestiegenen Heizkosten ein heftiger Nachzahlungsbetrag droht“, warnt Volker Rastätter vom Münchner Mieterverein im Focus-Interview. Dadurch steigt auch die Warmmiete, die aus Kaltmiete und den Nebenkosten-Vorauszahlungen besteht. Steigende Mieten würden vor allem Mieter mit Index-Mietvertrag treffen.

Das raten Verbraucherschützer

Auch bei Strom und Gas drohen hohe Preissteigerungen. Mieter und Immobilienbesitzer, die von ihrem Anbieter über Preissteigerungen informiert werden, sollten jedoch einen kühlen Kopf bewahren. So rät Diana Rocke von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt im Gespräch mit dem MDR, dass Betroffene zunächst bei Vergleichsportalen prüfen sollen, ob für sie ein günstigerer Tarif möglich ist.

Stehen dennoch hohe Nachforderungen an, sollten Sie Kontakt mit dem Versorger aufnehmen und um Ratenzahlung bitten, empfiehlt Rocke. Tatsächlich haben Ende 2021 viele Stromversorger ihre Kunden aus den Verträgen geworfen. Doch auch in diesem Fall ist immer eine Versorgung über die örtlichen Grundversorger, meist die Stadtwerke, gesichert. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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