Brandgefahr

Warum Sie Unkraut bei Trockenheit nicht Abfackeln sollten

Mühsame Handarbeit: Statt Unkraut so zu entfernen, greifen viele Hobbygärtner lieber zum Gasbrenner - doch das kann gefährlich sein.
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Mühsame Handarbeit: Statt Unkraut so zu entfernen, greifen viele Hobbygärtner lieber zum Gasbrenner - doch das kann gefährlich sein.

Es ist die einfachste Methode - und sie macht Spaß: Das Vernichten von Unkraut auf dem Hof und am Rande von Bürgersteigen mit dem Abflammgerät. Wenn da nicht die Brandgefahr wäre.

  • Im trockenen Sommer sollten Gartenbesitzer auf die Unkrautvernichtung mit Abflammgeräten verzichten.
  • Denn das kann Brandstiftung sein.
  • Was eine sinnvolle Alternative ist.

Aachen - So berichtet die Aachener Polizei von einem Gartenbrand, der von einem überspringenden Funken eines Gasbrenners ausgelöst wurde (Freitag, 5.6.). Eine Hecke und ein Teil des Rasens fingen Feuer, Fahrräder und Jalousien wurden beschädigt. Den Nutzer des Gasbrenners erwartet nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung. 

Pflanzen werden nicht direkt verbrannt

Mit Unkrautbrennern, auch Abflammgeräte genannt, werden unerwünschte Pflanzen* auf gepflasterten oder geteerten Bereichen nicht direkt verbrannt. Es wird nur auf eine recht hohe Temperatur erhitzt, was das Eiweiß gerinnen lässt und die Zellwände zerstört.

Hobbygärtner sollten daher bei der Anwendung auch darauf achten, dass die Pflanzen gar nicht richtig entzünden und abbrennen - das erhöht lediglich die allgemeine Brandgefahr. Außerdem sollte man vorher getrocknete Pflanzenreste wie Blätter, Gräser und Zweige entfernen und einen windstillen Tag für die Arbeit nutzen. So lässt sich die offene Flamme sicherer und gezielter einsetzen.

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Vernichtungsmittel sind auf dem Hof verboten

Die Unkrautbrenner werden gerne eingesetzt. Denn mit Chemie darf Unkraut am Rande von Bürgersteigen und sonstigen Gehwegen, privaten Hofflächen und Zufahrten zum Grundstück nicht entfernt werden. Bei Verstoß dagegen drohen Bußgelder.

Grund ist der Umweltschutz. Während im Beet chemische Wirkstoffe überwiegend an die Pflanzen gelangen und im Boden nach und nach abgebaut werden, spült Regen die Unkrautvernichtungsmittel auf Pflaster und Wegen in die Kanalisation.

Die sicherste Alternative ist die Handarbeit mit dem Fugenkratzer, der gezielt die Pflanze samt Wurzeln aus dem Boden holt. Stahlbürsten zerstören das Grün, zugleich reißen sie die Pflanze aus dem Boden.

Lesen Sie auch: Unkraut im Rasen vernichten: So funktioniert es mit und ohne Chemie.

dpa

Fotostrecke: So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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