Feind des Gärtners

Unkraut früh im Jahr bekämpfen

+
Je früher Unkraut ausgerissen wird, desto besser. Foto: Christin Klose

Der Sommer ist die Zeit des Unkrautjätens. Hobbygärtner können sich die Arbeit jedoch aufteilen und mit ihr schon im Frühjahr beginnen. Dabei müssen sie auf Details achten - sonst keimen schnell neue Pflanzen aus.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um ungeliebte Unkräuter zu entfernen. Diese wachsen bei kalten Temperaturen zwar langsamer, aber immer noch schneller als die Kulturpflanzen, wie die Bayerische Gartenakademie erklärt.

Man kann die Pflanzen somit einfacher erkennen und ausreißen - und sich im Sommer viel Arbeit beim Unkrautjäten sparen. Bei Unkräutern, die sich über Samen vermehren, müssen die Pflanzen noch vor dem Blütenansatz entfernt werden. Können Samen sich auf dem Boden vermehren, keimen schnell neue Pflanzen aus. Und ein Teil der Samen kann über Jahre keimfähig bleiben.

Hier muss man immer dran bleiben und zum Beispiel nachwachsende Vogel-Sternmiere, Ehrenpreis, Springkraut, Einjähriges Rispengras oder Gemeines Kreuzkraut konsequent den Sommer über wiederholt ausreißen, erläutert die Gartenakademie.

Die Pflanzenreste dürfen nicht am Boden liegen bleiben oder auf den Kompost wandern. Sie müssen in den Biomüll. Denn ist der Boden feucht, vertrocknen die Reste erst einmal nicht und leiten Restfeuchte aus ihren Blättern und Stängeln in die Samenansätze. Die entwickeln sich weiter - der Zyklus beginnt von vorne.

Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke, Schachtelhalm oder Winde bilden im Boden oft dichte Geflechte. Wenn es nach dem Winter wärmer wird, bilden sie sich auch oberirdisch aus.

Gegen diese Unkräuter geht man am besten bei einem feuchten Boden vor, denn dann lassen sich die Wurzeln besser ausgraben. Idealerweise schafft man es, wirklich jedes Wurzelstück zu entfernen. Denn zurückbleibende Stücke können weiterwachsen. Daher rät die Gartenakademie, nach zwei bis drei Wochen erneut die Grabegabel anzusetzen. Die Pflanzenreste im Biomüll entsorgen.

Infos der Bayerischen Gartenakademie

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

So vermindern Sie das Zeckenrisiko in Ihrem Garten

Besonders in Wäldern ist das Risiko groß, sich Zecken zu holen. Doch auch im eigenen Garten treiben sich die Blutsauger herum. So machen Sie es Ihnen schwer.
So vermindern Sie das Zeckenrisiko in Ihrem Garten

Warum Sie Unkraut bei Trockenheit nicht Abfackeln sollten

Es ist die einfachste Methode - und sie macht Spaß: Das Vernichten von Unkraut auf dem Hof und am Rande von Bürgersteigen mit dem Abflammgerät. Wenn da nicht die …
Warum Sie Unkraut bei Trockenheit nicht Abfackeln sollten

Immobilienkäufer werden bei Maklerkosten entlastet

Beim Haus- oder Wohnungskauf fällt oft eine hohe Provision für den Makler an. Das schmerzt - gerade in Städten, wo die Preise hoch sind. Nun kommt zumindest etwas …
Immobilienkäufer werden bei Maklerkosten entlastet

Frau reinigt Toilette mit scheinbar genialem Trick - aber es gibt einen Haken

Für die Reinigung der Toilette gibt es eine große Bandbreite an Produkten. Eine Frau entschied sich aber dazu, mal etwas anderes auszuprobieren - und stößt auf Skepsis.
Frau reinigt Toilette mit scheinbar genialem Trick - aber es gibt einen Haken

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.