Aushang

"Bei uns vibrieren die Wände...": Anwohner lädt lärmenden Nachbar ein, seine eigene Medizin zu kosten

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Bei Lärm verstehen Nachbarn oft keinen Spaß.

Wenn der Nachbar für Lärmpegel sorgt, ist der Geduldsfaden der Anwohner schnell gerissen. In einem Fall in Berlin versuchte es eine Person mal auf charmante Weise.

Das Leben Tür and Tür ist kein Leichtes: Schließlich gilt es, auf die anderen Bewohner des Hauses Rücksicht zu nehmen, aber gleichzeitig möchte man auch seine eigenen Freiheiten genießen. Die Balance zu finden, stellt sich immer wieder als Herausforderung dar. Dieser Schwierigkeit bewusst, wandte sich ein Anwohner deshalb mit einem freundlich gemeinten Zettel an einen Nachbarn, der es mit dem Lärmpegel wohl etwas übertrieben hat.

Anwohner versucht mit Kuschelkurs gegen Lärm vorzugehen

Der Zettel, mit dem er auf das Problem aufmerksam machen will, hat ein Instagram-Nutzer in einem Wohnhaus in Berlin entdeckt. Nun ist es online auf der Foto-Plattform zu finden, wo sich bereits zahlreiche andere Aushänge tummeln. Dieser hier sticht aber aufgrund seines geradezu freundlichen Tons hervor:

"Musik ist geil. Finden wir auch. Aber BITTE BITTE BITTE - solltest du die Person sein, die regelmäßig zwischen 09:00 und 15:00 Uhr die wilde GoaTrance-Kanone abfeuert - kontrollier deinen Subwoofer! Bei uns vibrieren die Wände, du könntest es dir auch gleich mit 'nem Vorschlaghammer in unserer Küche bequem machen...", schreibt ein Anwohner an den lärmenden Nachbarn.

Video: Neuartiges Gerät lässt angeblich Geräusche verstummen

Zugleich weist er daraufhin, dass Basswellen von 50 Hz knapp 6,80 Meter lang seien. Deshalb: "Kann also sein, dass du von dem ganzen Wums in deinen eigenen vier Wänden gar nichts mitbekommst. Wir müssten aber in etwa sechs Meter von dir entfernt wohnen. Haben dich bisher noch nicht lokalisieren können. Wenn du dich von dem Elend selbst überzeugen willst, komm gerne auf einen Kaffee vorbei. Vielleicht bist du ja ganz nett."

Auch interessant: "Zuzug von Vollidioten": Hausbewohner flippt wegen neuer Nachbarn aus.

Auf Instagram wurde der Beitrag mittlerweile knapp 13.700 Mal (Stand: 21. November 2019) geliked. Zahlreiche User reagieren wohlwollend auf den freundlichen Aushang des Autoren: "So sympathische Nachbarn hätte man doch gern", heißt es da. Oder: "Solche Nachbarn, die das mit Humor nehmen und auf höfliche und lustige Weise darauf aufmerksam machen, sind Gold wert, vor allem hier in Berlin."

Leider geht Kritik an den Nachbarn nicht immer so konstruktiv über die Bühne. So lieferten sich Anwohner schon irre Zettelkriege, ohne sich überhaupt gegenüber gestanden zu sein.

Lesen Sie auch: "Sofort 110": Anwohner fordert Nachbarn auf, sich vor Reptil in acht zu nehmen.

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