Verhandlungsteams komplett

13 Sondierer pro Partei: Diese Politiker sollen die GroKo klarmachen

Große Erwartungen ruhen auf den GroKo-Sondierern. Seit Donnerstag stehen die Verhandler-Teams der drei Parteien fest. Dabei gibt es ein paar Überraschungen.

Berlin - Über Weihnachten haben Union und Sozialdemokraten noch eine Gnadenfrist - ab Januar wird es dann ernst: In den Sondierungsgesprächen über eine neue GroKo soll Deutschland endlich eine neue Regierung bekommen. Erste kleine Schritte sind schon getan. So stehen seit Donnerstagmittag immerhin schon mal die

Mit jeweils 13 Unterhändlern wollen CDU, CSU und SPD am 7. Januar in Blitz-Sondierungsgespräche über eine Regierungszusammenarbeit gehen. Dabei sind die wichtigsten Funktionsträger wie die Partei- und Fraktionschefs natürlich gesetzt. Vor allem in der Delegation der SPD fehlen aber auch einige bekannte Gesichter. Zum Kreis der 39 Unterhändler zählen 28 Männer und elf Frauen - darunter auch einige eher unbekannte Namen.

Von der Kanzlerin bis zum No-Name: Die GroKo-Sondierer der CDU

Die CDU geht mit Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Unions-Fraktionschef Volker Kauder an der Spitze in die Gespräche. Dazu kommen die stellvertretenden Parteichefs Volker Bouffier, Julia Klöckner, Armin Laschet, Ursula von der Leyen und Thomas Strobl, außerdem Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer. Generalsekretär Peter Tauber fehlt krankheitsbedingt.

Aus der derzeitigen Bundesregierung sind neben Merkel und von der Leyen auch Kanzleramtschef Peter Altmaier, Kanzleramts-Staatsminister Helge Braun sowie der Finanz-Staatssekretär und konservative Flügelmann Jens Spahn mit im Team. Von Länderseite kommen die Ministerpräsidenten des Saarlands und Sachsen-Anhalts, Annegret Kramp-Karrenbauer und Reiner Haseloff hinzu. 

Nicht dabei sind etwa Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie die Ministerpräsidenten Daniel Günther und Michael Kretschmer.

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Mit Schulz, ohne Gabriel: Die GroKo-Sondierer der SPD

Bei den Sozialdemokraten sind natürlich Parteichef Martin Schulz und Fraktionschefin Andrea Nahles gesetzt, außerdem der frischgebackene Generalsekretär Lars Klingbeil. Dazu kommen auch hier die stellvertretenden Parteivorsitzenden: Malu Dreyer, Natascha Kohnen, Thorsten-Schäfer-Gümbel, Olaf Scholz, Manuela Schwesig und Ralf Stegner, die allesamt vorwiegend landespolitisch aktiv sind.

Zusätzlich gestärkt wird das Gewicht der Länder durch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, den Chef des mächtigen und "GroKo"-kritischen NRW-Landesverbands Michael Groschek sowie Saar-Vizeministerpräsidentin Anke Rehlinger. Nachnominiert wurde zudem Bundestags-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider. 

Nicht dabei sind sämtliche SPD-Minister der bisherigen großen Koalition - auch nicht Vizekanzler und Ex-Parteichef Sigmar Gabriel.

Söder darf mitmischen: Die GroKo-Sondierer der CSU

Die CSU setzt auf einen Mix aus Bundes- und Landespolitikern: Neben Parteichef Horst Seehofer und Generalsekretär Andreas Scheuer sind Ex-Bundesminister und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Entwickungsminister Gerd Müller sowie der wegen seiner Glyphosat-Entscheidung umstrittene Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in der Mannschaft für die Sondierungsgespräche. Dazu kommt der CSU-Parlamentsgeschäftsführer im Bundestag, Stefan Müller.

Die bayerische Landesseite vertritt natürlich der designierte Ministerpräsident und lange Seehofer-Rivale Markus Söder, außerdem Landtags-Fraktionschef Thomas Kreuzer, Landesinnenminister Joachim Herrmann, der allerdings auch immer wieder als möglicher Bundesinnenminister im Gespräch ist, sowie Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Dazu kommen die Parteivize und Europapolitiker Angelika Niebler und Manfred Weber sowie mit dem Augsburger Oberbürgermeister und Parteivize Kurt Gribl der einzige Kommunalpolitiker im Kreis der 39 Unterhändler. 

Es fehlen die Parteivize Melanie Huml und Dorothee Bär, die die niedrige Frauenquote des CSU-Teams hätten anheben können.

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AFP/fn/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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