RKI-Zahlen

Zahl der Corona-Nachweise in Deutschland steigt etwas

Eine Reiserückkehrerin (r), die in Polen war, lässt sich in einer Covid-19-Teststation am Stuttgarter Hauptbahnhof von einem Arzt testen. Foto: Marijan Murat/dpa
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Eine Reiserückkehrerin (r), die in Polen war, lässt sich in einer Covid-19-Teststation am Stuttgarter Hauptbahnhof von einem Arzt testen. Foto: Marijan Murat/dpa

Es gibt hierzulande wieder etwas mehr positive Corona-Tests. Darunter sind relativ viele junge Menschen. Aus dem Ausland eingeschleppte Infektionen spielen keine so große Rolle mehr.

Berlin (dpa) - Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet (Datenstand 16.9. 0 Uhr). Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.

Der seit Mitte Juli beobachtete Zuwachs in den übermittelten Fallzahlen habe sich Ende August/Anfang September auf etwas höherem Niveau stabilisiert, danach habe es wieder einen leichten Anstieg gegeben, schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Mittwochabend.

Woran der Zuwachs liegt, ist nicht ganz klar. Laut RKI treten weiterhin bundesweit zahlreiche kleinere Covid-19-Ausbrüche auf, zum Beispiel in Verbindung mit Reiserückkehrern und im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis. Der Anteil der Covid-19 Fälle unter Reiserückkehrern sei jedoch seit Mitte August zurückgegangen. Laut RKI stecken sich zunehmend wieder Menschen in Deutschland an.

Seit Beginn der Testungen in Deutschland bis Mitte September hat das RKI über 14.500.000 Labortests erfasst, gut 300.000 davon waren positiv. Viele Menschen wurden mehrfach getestet. In der Kalenderwoche 37 vom 7. bis 13. September stieg die Zahl der dem RKI übermittelten Tests auf 1.120.835 (Vorwoche 1.051.125). Die Quote der positiven Tests ist nach einigen Wochen erstmals wieder gestiegen und zwar auf 0,86 Prozent (Vorwoche 0,74 Prozent). In der Woche 37 gaben 70 Labore einen Rückstau von insgesamt 32.397 abzuarbeitenden Proben an. Mehr als die Hälfte nannte Lieferschwierigkeiten für Reagenzien.

Aktuell sterben laut RKI immer weniger der gemeldeten Corona-Infizierte. "Dies liegt hauptsächlich daran, dass relativ viele junge Menschen neu diagnostiziert werden, von denen relativ wenige schwer erkranken und versterben." Es müsse nun insbesondere verhindert werden, dass wieder vermehrt ältere und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen erkranken. "Seit der vergangenen Woche ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen in den höheren Altersgruppen zu sehen, dieser Verlauf sollte aufmerksam beobachtet werden."

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 263.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

© dpa-infocom, dpa:200916-99-581242/6

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