Bereits 60 Tote

20-Jähriger stirbt bei Protesten in Venezuela

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Die Protesten in Venezuela dauern nun schon mehrere Wochen an und haben bereits 60 Menschenleben gefordert. 

Seit mehreren Wochen befindet sich Venezuela wegen Protesten gegen die Regierung im Ausnahmezustand. Wöchentlich steigt die Zahl der Toten - nun musste ist ein weiterer Demonstrant ums Leben gekommen.

Caracas - Bei den anhaltenden Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist erneut ein Demonstrant ums Leben gekommen. Der 20-Jährige starb am Sonntag in einem Krankenhaus der nordöstlichen Stadt Lechería im Bundesstaat Anzoátegui, wie die venezolanische Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann war laut Medienberichten tags zuvor bei einer Demonstration - neben weiteren Menschen - verletzt worden. Nach fast acht Wochen landesweiten Protesten stieg die Zahl der Todesopfer damit auf 60. Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt.

Im ölreichsten Land der Welt gehen seit Anfang April fast täglich Menschen auf die Straße, um gegen eine Aushöhlung der Demokratie unter dem sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro zu protestieren. Auslöser der Protestwelle war die zeitweise Entmachtung des Parlaments, das von der Opposition kontrolliert wird.

Nach Jahren der Misswirtschaft leidet Venezuela zudem unter der höchsten Inflation der Welt und einer dramatischen Versorgungskrise. Es fehlen Lebensmittel und Medikamente, die Kindersterblichkeit war zuletzt um 30 Prozent gestiegen.

dpa

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