Vergewaltigungsvorwürfe

2300 Menschen demonstrieren gegen Polizeigewalt in Paris

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Polizisten ziehen einen von einem Stein getroffenen Polizisten in Paris aus der Gefahrenzone. Foto: Francois Mori

Paris (dpa) - Rund 2300 Menschen haben in Paris friedlich gegen Polizeigewalt demonstriert. Das berichtete der TV- und Nachrichtensender Franceinfo. Zu der Kundgebung hatten Anti-Rassismus-Organisationen aufgerufen, die nach Medienberichten von 4000 bis 5000 Teilnehmern sprachen.

Es herrschten hohe Sicherheitsvorkehrungen, Polizisten riegelten die Place de la République im Osten weiträumig ab. Autos wurden umgeleitet, Demonstranten mussten Taschenkontrollen passieren.

Nach dem Abschluss kam es zu Ausschreitungen. Steine flogen, die Sicherheitskräfte setzen Tränengas ein. Dreizehn Menschen wurden vorläufig festgenommen, zwei Ordnungshüter wurden leicht verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei.

Proteste gab es auch in Provinzstädten wie Dijon, Nantes oder Rennes.

In den zurückliegenden Wochen war es in Paris und in Vororten bei Protesten zu Ausschreitungen gekommen. Dabei hatten Autos gebrannt, Fensterscheiben waren zu Bruch gegangen.

Anlass für die Unruhen war die umstrittene Festnahme eines 22-Jährigen vor gut zwei Wochen. Ein Beamter wird verdächtigt, den jungen Mann mit einem Schlagstock vergewaltigt zu haben. Die Justiz ermittelt in diesem Fall gegen insgesamt vier Polizisten.

Die Gewalt in Vorstädten und die Anti-Polizei-Proteste sind auch Thema im Präsidentenwahlkampf. Die Rechtspopulistin und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen fordert, Demonstrationen gegen die Polizei zu verbieten.

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