Im Flugzeug aus Deutschland

26 abgelehnte Asylbewerber in Kabul gelandet

Zum zweiten mal sind mehrere Afghanen zwangsabgeschoben worden.
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Zum zweiten mal sind mehrere Afghanen zwangsabgeschoben worden.

Kabul - Aller Kritik von Hilfsorganisationen zum Trotz: Zum zweiten Mal sind mehrere abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben worden.

Ein Flugzeug aus Deutschland mit 26 abgelehnten Asylbewerbern ist am Dienstagmorgen in der afghanischen Hauptstadt Kabul gelandet. Wie ein Sprecher der afghanischen Flughafenpolizei der Nachrichtenagentur AFP sagte, wurden die Männer bei der Sammelabschiebung von 80 deutschen Polizisten begleitet. Mindestens einem der Afghanen gehe es nicht gut. Er müsse wegen der psychischen Belastung möglicherweise "zurück nach Deutschland gebracht werden". 

Mehrere der Afghanen sagten AFP, sie seien am frühen Montagmorgen in Deutschland festgenommen und zum Flughafen gebracht worden. Sie konnten demnach jeweils nur ein kleines Gepäckstück oder einen Rucksack mit ihren Habseligkeiten mitnehmen. 

Die Maschine war nach Angaben der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl am Montagabend vom Frankfurter Flughafen gestartet. Eine behördliche Bestätigung gab es dafür nicht. Medienberichten zufolge sollten insgesamt etwa 50 Afghanen in ihre Heimat abgeschoben werden. Bei ihnen handelte es sich demnach um Straftäter und alleinreisende oder alleinstehende Männer vor allem aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. 

Am Flughafen in Frankfurt hatten sich am Montagabend rund 250 Demonstranten versammelt, um gegen die Abschiebungen zu protestieren. Eine Sprecherin der Hilfsorganisation Afghan Refugee Movement kritisierte Abschiebungen nach Afghanistan als inakzeptabel, weil in dem Land Krieg herrsche. Eine erste Sammelabschiebung nach Afghanistan hatte es bereits Mitte Dezember gegeben.

afp

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