Trauergottesdienst für Ex-FDP-Politikerin

Abschied von Hamm-Brücher: „Freiheit war ihr Lebensthema“

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Mit einem Trauergottesdienst haben Angehörige, Freunde und politische Wegbegleiter in München von der langjährigen FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher Abschied genommen.
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Mit einem Trauergottesdienst haben Angehörige, Freunde und politische Wegbegleiter in München von der langjährigen FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher Abschied genommen.

München - Mit einem Trauergottesdienst haben Angehörige, Freunde und politische Wegbegleiter in München von der langjährigen FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher Abschied genommen.

Bei einem feierlichen Trauergottesdienst haben in München Angehörige, Freunde und politische Wegbegleiter von der langjährigen FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher Abschied genommen. Mehrere Hundert Menschen kamen am Montag zu der Gedenkfeier in der evangelischen Kirche St. Lukas. Unter ihnen waren auch Bundespräsident Joachim Gauck, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, Ex-Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Chef Christian Lindner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sowie die Altbürgermeister Christian Ude und Hans-Jochen Vogel (beide SPD).

„Bis zuletzt war sie eine Münchner Institution“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm würdigte Hamm-Brücher als streitbare Protestantin. „Freiheit war ihr Lebensthema.“ Grand Dame der Politik, leuchtendes Vorbild, wahre Demokratin - so lauteten die Einträge im Kondolenzbuch. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte, Hamm-Brücher hinterlasse nicht zuletzt in der Stadt München eine große Lücke, die durch nichts und niemanden gefüllt werden könne. „Bis zuletzt war sie eine Münchner Institution“, sagte Reiter über die Ehrenbürgerin der Stadt, die im Sommer noch an dem Trauerakt für die Opfer des blutigen Amoklaufes teilgenommen hatte. „Wir haben eine Grand Dame der Politik verloren, aber vor allem eine Grand Dame der Demokratie.“

Vom Widerstand der Weißen Rose geprägt

Geprägt vom Widerstand der Weißen Rose habe sie sich stets gegen Geschichtsvergessenheit, für Freiheit und Demokratie eingesetzt und unbeirrt ihre Meinung auch gegen den Strom vertreten, sagte der frühere Bundesminister und politische Weggefährte Gerhart Baum (FDP). Für viele Menschen sei Hamm-Brücher ein Beispiel für politische Gradlinigkeit gewesen. „Die Menschen sahen in Hildegard Hamm-Brücher eine Instanz. Unser Land hat davon nicht viele“, sagte Baum. „Ihre Herzlichkeit und Überzeugungskraft - sie wird uns fehlen.“

FDP-Chef Lindner nannte sie nach dem Gottesdienst eine „beeindruckende Streiterin für Liberalität und Demokratie“, die mit Leidenschaft und Überzeugungskraft ihre Werte bis ins hohe Alter vertreten habe. Leutheusser-Schnarrenberger sagte mit Blick auf rechte Umtriebe: „Solche charismatischen Demokraten, die brauchen wir heute, um dem Ungeist entgegenzutreten.“ Ihre Stimme fehle hier.

Ihr Sohn Florian Hamm schilderte, wie leidenschaftlich konträr seine Eltern - die Mutter FDP, der Vater Erwin Hamm CSU - in aktuellen Tagesfragen debattiert hätten. In übergeordneten Zielen und Visionen seien sie jedoch stets einig gewesen. Seine Mutter habe in ihren letzten Wochen in Frieden Abschied genommen in der Gewissheit, dass Menschen ihre Ideale weiterführen und verteidigen werden. Die Politikerin war am 7. Dezember im Alter von 95 Jahren in ihrer Wohnung in München gestorben.

Hildegard Hamm-Brücher: Bilder aus ihrem Leben

dpa

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