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Acht Parteien im Mündener Stadtrat - SPD wird stärkste Kraft

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Von: Florian Renneberg

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Trotz herber Verluste ist die SPD als stärkste Kraft aus der Stadtratswahl hervorgegangen. Offen ist jedoch, welche Mehrheiten sich in den kommenden Wochen finden werden. Foto: Archiv
Trotz herber Verluste ist die SPD als stärkste Kraft aus der Stadtratswahl hervorgegangen. Offen ist jedoch, welche Mehrheiten sich in den kommenden Wochen finden werden. Foto: Archiv © Lokalo24.de

Stadtratswahl: Die SPD verteidigte trotz Verlusten ihre Spitzenposition. Auch CDU, BürgerForum, Grüne, Linke, MündenAktiv , FDP und ALFA sind im Rat.

Hann. Münden. Die SPD bleibt trotz herber Verluste stärkste Kraft im Mündener Stadtrat: Auf die Sozialdemokraten entfielen bei der heutigen Wahl 42,7 Prozent der Stimmen (-7,6 Prozent). Die CDU konnte 26 Prozent der Stimmen (-0,6) auf sich vereinen.

Verluste mussten die Grünen hinnehmen: Sie kamen auf 6,5 Prozent (-6,2). Den Wiedereinzug in den Rat schafften auch das BürgerForum mit 9,1 Prozent (+2,8 ) und die Linke mit 4,4 Prozent (+2,1 ). Die FDP ist nach fünfjähriger Abstinenz ebenfalls wieder im Stadtrat vertreten. Die Liberalen konnten 3,6 Prozent der Stimmen (+1,7) auf sich vereinen.

Erstmals angetreten waren in diesem Jahr die Wählergruppe MündenAktiv (4,1 Prozent) und ALFA (3,7 Prozent). Beide Gruppierungen haben den Sprung in den Stadtrat geschafft.

Was das Ergebnis für die künftigen Mehrheiten im Rat bedeutet, lässt sich heute Nacht schwer voraussagen. Die Zusammenarbeit von SPD und Grünen war 2014 im Vorfeld der Bürgermeisterwahl nach gut zweieinhalb Jahren in die Brüche gegangen - dass die beiden Parteien mit neuem Personal erneut zu einer Koalition zusammenfinden, scheint fraglich. Zumindest bei der SPD war vor der Wahl kein großes Interesse an einer Wiederauflage von Rot-Grün zu spüren.

Rechnerisch möglich sind jetzt sowohl eine Große Koalition als voraussichtlich auch ein Bündnis zwischen SPD und BürgerForum. "Im Vorfeld haben wir keine Koalitionsgespräche geführt", betonte SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gudrun Surup. Das soll sich nun in den nächsten Tagen ändern. Auf einen bevorzugten Partner wollte sie sich in der Wahlnacht noch nicht festlegen. "Wir werden unvoreingenommen das Gespräch mit potenziellen Partnern suchen", sagte Surup. Mit dem Wahlergebnis der SPD ist sie trotz der Verluste zufrieden - "auch wenn es nicht das Traumergebnis von 2011 ist."

Weniger zufrieden war CDU-Fraktionschef Markus Jerrentrup. "Wir haben uns mehr versprochen", sagte er nach Bekanntwerden des Ergebnisses. 30 Prozent sei das Ziel gewesen. Ob die CDU für eine Große Koalition zur Verfügung steht, werde am Dienstag und Mittwoch im Partei- und Fraktionsvorstand besprochen. Dort sollen auch die Ursachen für das Wahlergebnis analysiert werden. Eines machte Jerrentrup allerdings bereits deutlich: "Wir werden uns die handelnden Personen bei den anderen Parteien ganz genau anschauen, um zu sehen, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist."

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