Nach der Landtagswahl

AfD: Niedersachsen-Wahl zeigt vor allem Schwäche Merkels

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Nach dem vergleichsweise schwachen Abschneiden der AfD in Niedersachsen, suchen die Spitzenvertreter der Partei nach Antworten.

Die AfD sieht nach dem Wahlsieg der SPD in Niedersachsen Probleme auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurollen. Sogar ein Ende der Regierung Merkels prophezeit Gauland.

Berlin  - Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, sagte am Montag in Berlin: „Ich glaube, dass das der Anfang vom Ende der Regierung Merkel ist.“ Das Ergebnis der Landtagswahl sei die Folge einer Politik, die in der CDU-Basis nicht mehr auf große Akzeptanz stoße.

Dass die AfD in Niedersachsen bei der Landtagswahl am Sonntag nur etwa halb so stark abgeschnitten hat wie bei der Bundestagswahl, erklärten Gauland und Parteichef Jörg Meuthen mit regionalen Besonderheiten und Querelen im Landesverband.

Der in der niedersächsischen AfD umstrittene Landeschef Paul Hampel nahm an der AfD-Pressekonferenz in Berlin nicht teil. Hampel werde sich in Niedersachsen den Fragen der Journalisten stellen, sagte Meuthen.

Parteimitglieder wollen AfD-Parteitag vorziehen

Mehrere Mitglieder des Landesvorstandes hatten am Wahltag in einem Mitgliederrundschreiben dafür geworben, möglichst bald einen Parteitag abzuhalten und die Wahl des Landesvorstandes vorzuziehen. „Das sind Klärungsprozesse, die vor Ort stattfinden müssen“, sagte Meuthen auf die Frage, wie die Parteispitze diesen Vorstoß bewerte. Die niedersächsische Spitzenkandidatin Dana Guth wollte nicht sagen, ob sie für den Landesvorsitz kandidieren will. Sie sagte, jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt, um über personelle Fragen zu diskutieren.

Die SPD war in Niedersachsen mit 36,9 Prozent bei den Zweitstimmen stärkste Kraft geworden. Die CDU sackte ab auf 33,6 Prozent. Die AfD zieht mit 6,2 Prozent der Stimmen erstmals in den Landtag ein.

dpa

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