AfD-Rechtsaußen bricht sein Schweigen

Mahnmal-Nachbau vor seinem Haus: Jetzt spricht Björn Höcke

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Urteil des AfD-Rechtsaußen Björn Höcke über die Künstler, die ihm ein Mahnmal-Nachbau vors Haus gestellt haben: „Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist“

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke nannte das Berliner Holocaust-Mahnmal im Januar ein „Denkmal der Schande“. Nun stellten Aktivisten ihm einen Mahnmal-Nachbau vors Haus. Höcke reagiert darauf mit martialischen Worten.

Leipzig - Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat sich erstmals öffentlich über den Mahnmal-Nachbau neben seinem Haus geäußert und die Aktion scharf verurteilt. „Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist“, sagte Höcke mehreren Youtube-Videos zufolge am Samstag bei einer Konferenz des rechtspopulistischen „Compact“-Magazins in Leipzig. Deshalb sei das „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) keine Künstlergruppe. „Sie ist eine kriminelle Vereinigung. Ja, sie ist eine terroristische Vereinigung.“

Seine Familie sei über elf Monate hinweg überwacht worden, sagte Höcke. Dies sei ein tiefer Eingriff „in das Schamgefühl eines Menschen“. Gleichzeitig beklagte Höcke, manch ein Parteikollege hätte sich deutlicher an seine Seite stellen können.

Aktivisten fürchten sich wegen anonymen Drohungen 

Die ZPS-Aktivisten haben das angemietete Grundstück im thüringischen Bornhagen unterdessen verlassen und das Mahnmal für die Öffentlichkeit geschlossen. Man fühle sich dort nach anonymen Drohungen gegen einzelne Mitglieder der Gruppe nicht mehr sicher, hatte der künstlerische Leiter Philipp Ruch am Freitag gesagt. Am Montag wolle man zurück aufs Gelände und das Mahnmal wieder öffnen.

Nannte das Berliner Holocaust-Mahnmal ein „Denkmal der Schande“: AfD-Rechtsaußen Björn Höcke.

Das „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hatte am Mittwoch aus Protest gegen eine umstrittene Rede Höckes eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals auf einem Nachbargrundstück in Bornhagen enthüllt. Nach eigenen Angaben beobachtet das ZPS den Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzenden seit Monaten.

Lesen Sie auch: Landtagspräsident will Ende mutmaßlicher Höcke-Beobachtung

und: Nach Höckes umstrittener Aussage: Streit um Holocaust-Gedenken in der AfD

dpa

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