Donald Trump als Vorbild

AfD will „Mohrenkopf“ und „Zigeunerschnitzel“ wieder salonfähig machen

Berlin - Die AfD will für umstrittene Begriffe kämpfen, Beispiel: „Mohrenkopf“ und „Zigeunerschnitzel“. Bei der Gleichberechtigung der Geschlechter sei außerdem jedes Maß verloren gegangen.

Die AfD will politisch umstrittene Begriffe wie „Mohrenkopf“ und „Zigeunerschnitzel“ wieder salonfähig machen. Es sei völlig überzogen, „den Leuten zu verbieten, Mohrenköpfe zu essen - nicht weil das nicht schmeckt, sondern weil das Wort „Mohrenkopf“ ein rassistischer Begriff sei“, sagte der stellvertretende Parteichef Alexander Gauland der Deutschen Presse-Agentur. Im täglichen Umgang mit diesem und ähnlichen Begriffen habe ein „Irrsinn“ um sich gegriffen, der zeige, „dass hier eine sogenannte Kulturrevolution völlig übertrieben worden ist“.

Rehabilitieren will der 75-jährige auch das „Zigeunerschnitzel“. Er selbst verwende immer noch das Wort „Zigeuner“, betonte Gauland. „Ich kann ja auch nicht die Operette „Der Zigeunerbaron“ in „Sinti-und-Roma-Baron“ umbenennen“, fügte er hinzu.

Ein Vorbild im Kampf gegen die politisch korrekte Sprache sieht Gauland im designierten US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Wahl sei „eine kulturelle Reaktion“ auf eine Entwicklung, die es auch überall in Europa gebe, sagte der Partei-Vize.

Gauland: „Gender-Mainstreaming“ ist Unsinn

Doch die AfD hat nicht nur ein Problem mit neuen Begriffen. Sie will auch gesellschaftliche Entwicklungen rückgängig machen. Gauland kritisierte, bei der Gleichberechtigung der Geschlechter sei jedes Maß verloren gegangen. Die „Gender-Mainstreaming“ genannte Strategie zur Förderung der Gleichstellung bezeichnete er als „Unsinn“. Er sagte: „Wenn US-Präsident Barack Obama entscheiden muss, ob Weiblein, die sich als Männlein fühlen, aber trotzdem nur weibliche Geschlechtsorgane haben, auf eine Männer-Toilette gehen können, dann müssen Sie sagen, das ist nur noch Schwachsinn.“

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Haseloff als Ministerpräsident wiedergewählt
Politik

Haseloff als Ministerpräsident wiedergewählt

Die schwarz-rot-gelbe Koalition in Sachsen-Anhalt kann loslegen: Der Landtag wählte Reiner Haseloff zum dritten Mal zum Regierungschef. Wie schon vor fünf Jahren klappte …
Haseloff als Ministerpräsident wiedergewählt
Vier Festnahmen in Hagen nach Anschlagsgefahr auf Synagoge
Politik

Vier Festnahmen in Hagen nach Anschlagsgefahr auf Synagoge

Dem massiven Polizeieinsatz an der Hagener Synagoge ging die Gefahr eines Anschlags voraus. Mittlerweile gibt es vier Festnahmen, darunter ein 16-Jähriger aus Hagen. …
Vier Festnahmen in Hagen nach Anschlagsgefahr auf Synagoge
Nuklearbetriebene U-Boote für Australien sorgen für Ärger
Politik

Nuklearbetriebene U-Boote für Australien sorgen für Ärger

Die USA und Großbritannien wollen Australien beim Bau von U-Booten mit Nuklearantrieb unterstützen. So soll China in der Region unter Druck gesetzt werden. Doch neben …
Nuklearbetriebene U-Boote für Australien sorgen für Ärger
Blamage abgewendet: Haseloff im zweiten Wahlgang zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt
Politik

Blamage abgewendet: Haseloff im zweiten Wahlgang zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt

CDU-Politiker Reiner Haseloff wurde erneut zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt. Zuvor kam es zu einem Wahl-Knall.
Blamage abgewendet: Haseloff im zweiten Wahlgang zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.